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Sonntag
01.12.2019

Werbung

Bereits 70'000 Franken an Werbegeldern gesprochen. Bis Dezember 2020 sollen weitere «substanzielle Beträge» folgen...

Das Bundesamt für Landwirtschaft wird eine nationale Werbekampagne für Schweizer Weine mitfinanzieren. Das Unterstützungsgeld wird während einem Jahr ausbezahlt und soll den Absatz von Wein ankurbeln.

Zusätzlich zum jährlichen Budget für die Wein-Förderung werden ab sofort mehr Franken in die Sichtbarkeit für Schweizer Weine investiert, informierte das Bundesamt für Landwirtschaft in einer Mitteilung. Das Amt ist dem Departement für Wirtschaft, Bildung und Forschung untergeordnet, das vom ehemaligen Weinbauer und heutigen SVP-Bundesrat Guy Parmelin geleitet wird.

Mit verschiedenen Marketingmassnahmen und gezielten Promotionen soll der Absatz von Schweizer Weinen gefördert werden, sagte Florie Marion, Mediensprecherin des Bundesamtes für Landwirtschaft, auf Nachfrage des Klein Reports. «Das Ziel ist, dass die Schweizerinnen und Schweizer die inländischen Weine bevorzugen.»

Die nationale Werbeaktion wird von der Swiss Wine Promotion (SWP) orchestriert und soll sich gemäss Mitteilung auf die «Vertriebskanäle der Grossverteiler und des Gastgewerbes» fokussieren.

Aus der Bundeskasse wurden bereits 70'000 Franken überwiesen, wie Marion gegenüber dem Klein Report erklärte. Bis Dezember 2020 sollen weitere «substanzielle Beträge» folgen.

Der Grund für die zusätzlichen Bundesgelder ist der zurückgehende Konsum von Schweizer Weinen. Dieser fiel «deutlich niedriger aus als die Weinernte von 2018», wie das Bundesamt für Landwirtschaft schrieb. Auch in diesem Jahr wird die Weinernte den Jahresverbrauch «leicht übertreffen».

Im vergangenen September hat deshalb das Departement von Bundesrat Parmelin einen runden Tisch einberufen und den Branchenverband Schweizer Reben und Weine (BSRW), den Schweizer Bauernverband und die Grossverteiler eingeladen. Gemäss der Mitteilung seien die Akteure «geschlossen» hinter dem Anliegen gestanden, «die finanzielle Unterstützung für die Absatzförderung auszuweiten».