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Dienstag
04.08.2020

Medien / Publizistik

Sechs Tage lang will in Bern die Literatur ihr Publikum finden..

Bern wird zur Literaturhauptstadt: Während sechs Tagen, ab dem 25. August, lesen 40 Autorinnen und Autoren aus der Schweiz und Europa erstmals aus ihren neuen Werken.

Das bereits 8. Literaturfest ist auch eine Plattform für Diskussionen mit Journalistinnen, Sprach- und Literaturwissenschaftlern sowie Schreibenden wie Géraldine Schwarz, Lukas Bärfuss, Klaus Theweleit, Andrej Kurkow oder Judith Hermann. Aus der Welt des Films will die Schauspielerin Angela Winkler ihre Autobiografie präsentieren.

Eröffnet wird die Party der Wortschaffenden im Kornhausforum mit einer Lesung aus Peter Schneiders Roman «Vivaldis Töchter». Dazu gibt es die passende Musik von Studierenden der Hochschule der Künste Bern.

Am 26. August spannt das Berner Literaturfest erstmals mit dem Magazin «Reportagen» zusammen: Marzio G. Mian berichtet über den bedrohten Raum der Arktis, David Vajda zeigt auf, wie man einen Verrückten angemessen porträtiert und Julia Amberger skizziert ein erschütterndes Porträt aus der Pariser Unterwelt.

Menschenrechtsverletzungen sind am 27. August ein Thema. An diesem Tag unterhält sich auch Stefan Zweifel mit Zoran Terzić über sein Buch «Idiocracy».

Am Freitag geht das Festival auf Wanderschaft in die Berner Pendlerregionen. Es lesen Lukas Bärfuss in Schwarzenburg, Rolf Hermann in Köniz oder zum Beispiel Anna Weidenholzer in Biel.

Am Samstag, 29. August, verlagert sich das Berner Literaturfest ins Herz der Altstadt: Bis am frühen Abend finden auf einem halben Dutzend Bühnen Lesungen unter freiem Himmel statt. Aber auch die Universitätsbibliothek wird zum Festraum. Dort unterhalten sich Jonas Lüscher und Stefan Zweifel mit dem Kultur- und Literaturwissenschaftler Joseph Vogl über «Wahrnehmung und Realität in der Literatur», deren Verhältnis zum Journalismus und die Rolle in der Gegenwartsbewältigung.

Ausklingen wird der Abend mit Fitzgerald & Rimini und Band. Diese versprechen ein Konzert zwischen Poesie und Störgeräuschen.

Am Sonntagmorgen geht das Berner Literaturfest mit der traditionellen Matinée zu Ende. Die Herausgeber Reto Sorg und Michel Mettler präsentieren ihr Werk «Dunkelkammern: Geschichten vom Entstehen und Verschwinden», das von Friedrich Dürrenmatts bedeutendem Spätwerk der «Stoffe» inspiriert ist.