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Dienstag
13.11.2018

Vermarktung

Emil Frey bewirbt Lexus auf allen ePlakaten

Schon auf den ersten Blick ist die Bellevue-Garage unweit der «Kronenhalle» in Zürich alles andere als ein normales Parkhaus. Es ist viel kleiner als seine Konkurrenten in der nächsten Umgebung und es sind nicht die Teslas, Porsches und Range Rovers, die auffallen, sondern vielmehr die vielen verschiedenen digitalen Plakate, die das Parkhaus geradezu zieren.

Die Idee, das Parkhaus heller, freundlicher und witziger zu gestalten, hatte der Besitzer und Geschäftsführer Daniel Gnepf vor einigen Jahren, wie er im Gespräch mit dem Klein Report erzählt. «Ich möchte mich in einem Parkhaus wohlfühlen. Dazu gehört eine angenehme Stimmung, die ich mit einem schönen Licht und einer dezenten Wandfarbe beeinflussen kann.» Doch damit nicht genug: Der absolute Hingucker sind die vielen, digitalen Werbeplakate, die sogenannten ePlakate.

«Die vielen kahlen Wände haben geradezu danach `gebettelt`, belebt zu werden. Am Anfang waren es Baby-B12-Plakate, die ich jede Woche höchstpersönlich gewechselt habe. Vor zwei Jahren haben wir diese durch Screens, oder eben ePlakate, ersetzt», erklärt Gnepf. Besonders auffällig: Die dreissig Screens zieren wie ein langes Band die Wände der Bellevue-Garage. «Da zeigen wir den neuen Lexus», sagt Gnepf nicht ohne Stolz. «Die Reaktionen meiner Kunden sind durchwegs positiv. Es fällt auf, dass wir kein normales Parkhaus oder Garage sind. Es gibt sogar Kundinnen, die von einer Boutique-Garage sprechen. Das finde ich sehr amüsant.»

Zurück zu den digitalen Plakaten: Daniel Gnepf ist sehr zufrieden mit dem Geschäft. «Es ist eine Win-Win-Situation für beide Parteien», so Gnepf, der mit der Citylights AG zusammenarbeitet. «Für mich springt jeweils eine faire Provison raus und so habe ich auch noch etwas davon, dass ich mein Parkhaus als Werbefläche zur Verfügung stelle. Wir freuen uns über jede Anfrage», so der Geschäftsmann weiter.

Berühmt wurde die edle Bellevue-Garage vor allem dadurch, dass Insider der Stadt und die gehobene Kundschaft, sowie lokale und internationale Prominenz, die das Opernhaus besuchen oder in der «Kronenhalle» stilvoll dinieren, ihre Wagen unbesorgt bei Daniel Gnepf unterstellen können. «Wir leben von unserer zentralen Lage im Herzen der Stadt Zürich», so der Geschäftsführer weiter. «Und wir leben davon, dass Diskretion bei uns grossgeschrieben wird.»

Heute verweist er auf seine ganz eigene «Hall of Fame», die von guten alten Zeiten zeugt, als längst verstorbene Prominente noch zu den Kunden der Bellevue-Garage zählten. Es waren die Schweizer Rennfahrlegende Jo Siffert, Schauspieler-Grössen wie Curd Jürgens oder Heinz Rühmann. Oder Schlagersänger Roy Black, der Schwarm vieler Schwiegermütter.

«Die Zeiten haben sich gewandelt, das spüren auch wir», erzählt Gnepf weiter. «Um so mehr muss man mit der Zeit gehen und die ePlakate gehören heute definitiv dazu.»