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Freitag
16.10.2020

Marketing / PR

Produzenten und Verarbeiter machen sich für die gemeinsamen Interessen stark: «Hofläden waren im Frühling beliebt wie nie zuvor.»

Zum ersten Mal überhaupt führen die Bauern und die Lebensmittel-Verarbeiter in der Schweiz eine gemeinsame Kampagne. Unter dem Slogan «Hier angebaut. Hier verarbeitet» wollen sie Gemüse vom Hofladen oder Apfelsaft aus der Region schmackhaft machen.

«Im Frühling wurde entschieden, eine gemeinsame Informationskampagne zu lancieren», sagte Mäggy Stark, Projektleiterin Kommunikation beim Landwirtschaftlichen Informationsdienst auf Anfrage.

Den Anstoss dazu habe auch die Corona-Krise gegeben, weil man gesehen habe, dass die Konsumenten anders einkaufen. «Hofläden waren im Frühling beliebt wie nie zuvor, und im Detailhandel stieg die Nachfrage nach regionalen Produkten an.»

In der zweiten Oktoberhälfte werden an den grösseren Bahnhöfen Plakate und E-Panels zu sehen sein, auf denen Landwirte und Verarbeiter stolz mit ihrem Ur- und Endprodukt, wie zum Beispiel Äpfel und Most, zu sehen sein werden. 

Mit einer Website wollen die Kampagnenmacher das Wissen vermehren über die Landwirtschaft, den Anbau und die Verarbeitung von Lebensmitteln, die in Schweizer Boden wurzeln.

«Die neue Kampagne 'Hier angebaut. Hier verarbeitet' wurde auf der Basis der Kampagne 'Schweizer Bauern: Von hier, von Herzen' aufgebaut», sagte die Kommunikationsleiterin weiter gegenüber dem Klein Report. Letztere wurde im Jahre 2018 lanciert. Sie sei damals von der Werbeagentur Karling AG in Zürich entwickelt und nun gemeinsam weiterentwickelt worden.

Beim Milchpreis zum Beispiel haben Bauern und Verarbeiter das Heu eher nicht auf der gleichen Bühne. Dass sie sich nun zu einer gemeinsamen Kampagne zusammengetan haben, ist laut Mäggy Stark das erste Mal überhaupt.

Zum Schulterschluss gehört neben dem Landwirtschaftlichen Informationsdienst der Schweizer Bauernverband, Primavera, der Schweizer Obstverband und die Schweizerische Vereinigung für einen starken Agrar- und Lebensmittelsektor.

Weitere gemeinsame Aktionen seien noch keine geplant. «Aber auf keinen Fall ausgeschlossen.»