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Mittwoch
25.04.2018

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Aktuelle Werbekampagne von Republica

Das Bundesamt für Kommunikation (Bakom) hat am Dienstag das Mandat für eine vierjährige Informationskampagne zu DAB+ öffentlich ausgeschrieben. Das Budget beträgt 5,5 Millionen Franken.

Damit sich die Bevölkerung rechtzeitig auf die Umstellung von UKW zu DAB+ bei der Verbreitung von Radioprogrammen vorbereiten kann, sucht das Bundesamt ein Kommunikationsunternehmen zur Erstellung und Umsetzung einer Kommunikationskampagne für DAB+.

Das Mandat für eine vierjährige Kampagne von 2019 bis 2022 wurde am Dienstag auf der Beschaffungsplattform simap.ch ausgeschrieben. Die Auftragsvergabe ist für Herbst 2018 vorgesehen. Das Budget von 5,5 Millionen Franken wird aus der Empfangsgebühr beziehungsweise der ab 2019 erhobenen neuen Abgabe für Radio und Fernsehen finanziert.

Mit der Kampagne soll DAB+ bekannter gemacht und das Hören von Digitalradio gefördert werden. Die Radiobranche muss in Zukunft ihre Programme zunehmend digital über DAB+-Netze verbreiten und ihre UKW-Sender in wenigen Jahren abschalten.

Laut dem Bundesamt wird die Info-Kampagne in enger Zusammenarbeit mit der Radiobranche durchgeführt, die in ihren Programmen die Kampagne gratis laufen lassen wird.

Nach Beginn der eigentlichen UKW-Abschaltphase wird die Kampagne den Schwerpunkt auf die Information und Beratung des Publikums und weiterer involvierter Kreise legen. Zudem werde von der Auftragnehmerin der Aufbau eines Kompetenzzentrums für DAB+ erwartet, wie das Bakom in einer Mitteilung schreibt. Die Kampagne stütze sich auf Artikel 58 des Radio- und Fernsehgesetzes RTVG. Der Artikel sieht vor, dass das Bakom mit externen Unternehmen zusammenarbeiten kann, um die Öffentlichkeit über neue Technologien im Bereich der elektronischen Medien zu informieren.

Die erste und zurzeit noch laufende Informationskampagne unter dem Leitmotiv «Radio zieht um» wird von der Agentur Republica durchgeführt. Das Budget beträgt aktuell vier Millionen Franken.

Die Kampagne trug laut Bakom dazu bei, dass heute 80 Prozent der Schweizerinnen und Schweizer DAB als Verbreitungsweg für Radio kennen. In helvetischen Haushalten und Fahrzeugen waren per Ende letzten Jahres 3,5 Millionen DAB+-Geräte in Betrieb, eine Million Autos sind mittlerweile in der Lage, DAB+ zu empfangen. 85 Prozent aller Neufahrzeuge seien standardmässig mit DAB+-Radios ausgerüstet.

Der definitive UKW-Abschalttermin wird spätestens Anfang 2019 festgelegt respektive bekanntgegeben.