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Freitag
19.06.2020

TV / Radio

Zuschaltungen im Netz statt Netzwerken am See...

Seit 1977 finden die Tage der deutschsprachigen Literatur in der Geburtsstadt Ingeborg Bachmanns in Klagenfurt am Wörthersee statt.

Ausgewählte Talente lesen unveröffentlichte Texte von je einer halben Stunde Länge, eine weitere halbe Stunde lang diskutiert die Jury das Gehörte. Nun findet der Anlass zum ersten Mal online statt.

Seit 1989 wird der Wettbewerb zwar von 3sat übertragen, doch für Teilnehmer, Juroren und Zuhörer ist der Kulturtreff am Wörthersee auch ein beliebter Sommerausflug: Zeit zum Kontakte knüpfen, Plaudern, Spazieren. Im Banne von Corona ist die Veranstaltung in diesem Jahr allerdings zuerst ganz abgesagt, dann aber in ein digitales Format umgebaut worden.

Nun geht es los: Ab Donnerstag bewerben sich 14 Autorinnen und Autoren mit neuen Texten um den Ingeborg-Bachmann-Preis. Die sieben Juroren werden an ihren Wohnorten in Österreich, Deutschland und der Schweiz zugeschaltet und sind auf Monitoren sichtbar. Im Landesstudio des Österreichischen Rundfunks in Kärnten sind nur der Moderator Christian Ankowitsch und ein Justitiar. 

Der ORF versucht das Virtuelle so lebendig wie möglich wirken zu lassen und lässt die vorab aufgezeichneten Lesungen live schneiden und aus verschiedenen Blickwinkeln einspielen. Die Reihenfolge der Lesungen wurde ausgelost. Die Hamburgerin Jasmin Ramadan beginnt am Donnerstag um 10 Uhr. Als letzte Lesung ist am Samstag ab 13.30 Uhr Meral Kureyshi aus Bern zu hören.

3sat überträgt alle Lesungen wie auch die Diskussionen und am Sonntagvormittag dann die Verkündung der Preisträger.