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Dienstag
17.03.2020

TV / Radio

Bund verbietet öffentliche und private Veranstaltungen: Alle Läden, Märkte, Restaurants, Bars sowie Unterhaltungs- und Freizeitbetriebe wie Museen, Bibliotheken, Kinos, Konzert- und Theaterhäuser, Sportzentren, Schwimmbäder und Skigebiete geschlossen...

Jetzt ist sie also da, die «ausserordentliche Lage», die der Bundesrat am Montag ausgerufen hat. Bis zu 8'000 Armeeangehörige können in den nächsten Wochen zum Einsatz kommen. Ausser den Apotheken, Lebensmittelläden und Take-Aways müssen fast alle schliessen. 

Auch aufs Programm von SRF wirkt sich der Ausnahmezustand vielfach aus: «Weil sich der Alltag der Bevölkerung in den kommenden Wochen mehrheitlich in den eigenen vier Wänden abspielen wird, passt SRF das Programm entsprechend an», verkündete der Sender am Montagabend, eine Stunde, nachdem der Bundesrat über das verschärfte Corona-Regime informiert hatte.

Neben Informationen in allen Aktualitäts- und Hintergrundsendungen stünden das Schweizer Kultur- und Musikschaffen, die Unterstützung bei der Freizeitgestaltung und Kinderbetreuung sowie Einblicke in die neuen Lebensumstände der Bevölkerung im Zentrum.

Um einem den faktischen Hausarrest am Samstagabend etwas zu versüssen, hebt SRF 1 das Format «Zäme dehei» aus der Taufe: Open Stage per Skype, Sofakonzerte und Schaltungen in die Stuben der Bevölkerung böten ein abwechslungsreiches Programm. Vorerst nicht produziert werden stattdessen das Halbfinale und das Finale von «Darf ich bitten?».

Radio SRF wird ab dieser Woche den Anteil an Schweizer Musik deutlich erhöhen, dies auch, um die Musikschaffenden zusätzlich zu unterstützen, wie es heisst. Radio SRF 3 wird die Anzahl Schweizer Songs im Programm auf rund 50 Prozent verdoppeln.

«Kontext» auf SRF zwei widmet wöchentlich fix zwei Sendungen dem Schweizer Kulturschaffen. So können zum Beispiel abgesagte Lesungen neuer Bücher on air nachgeholt werden.

Auch das Homeoffice wirkt sich aufs Programm aus: Die Bündner Ausgabe des «Regionaljournal Graubünden» wird ab dieser Woche bis auf Weiteres ins «Regionaljournal Ostschweiz» integriert. Dadurch könne die Redaktion, die grösstenteils im Homeoffice arbeite, «Kräfte bündeln und den Informationsauftrag weiterhin erfüllen».

Und zusammen mit den vielen abgesagten Sportveranstaltungen fallen auch die Sportsendungen ins Wasser: Ab Mittwoch ist anstelle von «sportaktuell» täglich nur noch ein kurzer «sportflash» vorgesehen. 

«Kurzfristig kann, wenn es die Aktualität erfordert, auch eine Sport-Magazinsendung ins Programm aufgenommen werden», schreibt SRF optimistisch.