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Freitag
02.08.2019

Digital

Sensible Gespräche mitgehört

Nachdem Google sich schon Anfang Juli bereit erklärt hatte, aufgezeichnete Gespräche nicht mehr durch Menschen auswerten zu lassen, will auch Apple das Prozedere einstellen: Europaweit sollen bis auf Weiteres nur mehr Computerprogramme die oft privaten und intimen Gespräche der Nutzer bewerten.

Gegen Google wurde vor wenigen Wochen ein Verwaltungsverfahren eingeleitet, nachdem bekannt geworden war, dass Mitschnitte der aufgezeichneten Gespräche von Google-Mitarbeitern seit Jahren genutzt wurden, um die Qualität der Technik verbessern zu können. Diese Gespräche wurden ohne Einverständnis der Nutzer von vernetzten Lautsprechern aufgenommen und transkribiert und hatten häufig sogar sensible Informationen aus Privat- oder Intimsphäre zum Inhalt.

Google hat mitgeteilt, per Anfang Juli bis auf Weiteres keine Menschen mehr an die persönlichen Gespräche zu lassen.

In der Zwischenzeit meldete sich auch der Tech-Gigant Apple in Bezug auf seine Spracherkennungssoftware Siri zu Wort und kündigte an, wie Google auf Menschen in der Datenverarbeitung zu verzichten.

Wie es in einem «TechCrunch»-Artikel vom Freitag heisst, wolle man mit einem künftigen Software-Update die Nutzer weltweit explizit um Erlaubnis fragen, Gespräche durch Apple-Mitarbeiter auswerten zu dürfen. Diese Erlaubnis würde sich demnach auch mit der neuen EU-Datenschutzrichtlinie decken.