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Donnerstag
28.02.2019

Werbung

CEO Ehrle kündigt neue Organisation an

Die Allgemeine Plakatgesellschaft (APG) befindet sich inmitten einer digitalen Transformation: CEO Markus Ehrle hat am Mittwoch den Aufbau eines «in der Schweiz einzigartigen, innovativen und vorwiegend digitalen Werbeträger-Angebotes» angekündigt. Eine klare Kampfansage an den TV- und Online-Markt.

«Das Unternehmen steht vor einem fundamentalen Wandel», sagte Ehrle vor den Medien und Finanzanalysten am Mittwochmorgen im Zürcher Hotel Widder. Für die kommenden zwei bis drei Jahre kündigte der CEO grosse Investitionen in den Digitalbereich an.

Neben neuen Angeboten und Tools will die APG auch die internen Kompetenzen im Digital-, Daten- und Technologie-Bereich deutlich ausbauen. Markus Ehrle kündigte deshalb personelle Wechsel an und erklärte, dass der Aussenwerbekonzern «auch andere Leute» brauchen werde. Zudem soll die Organisationsstruktur der APG demnächst angepasst werden.

Grund für den grossen Wandel sind unter anderem die Wachstumsprognosen im Werbemarkt: «Das Wachstum kommt nicht mehr analog. Wir sehen die Chancen bei den digitalen Medien», so Markus Ehrle. Er betonte aber, den analogen Bereich weiterhin qualitativ zu halten und zu entwickeln.

Vor allem dem TV- und Online-Markt will die APG mit Out-of-Home-Bewegtbildangeboten vermehrt Werbegelder abjagen. Ein Beispiel dafür ist das im Februar 2018 lancierte Mobile-Targeting-Produkt «Aymo». Dieses zähle unterdessen um die 200 Werbekunden, 300 Kampagnen seien bis Ende 2018 abgewickelt worden.

In diesem Zusammenhang ist das Grossprojekt mit der SBB von zentraler Bedeutung. Nach längeren Verzögerungen kann die APG in diesem Jahr mit der Vermarktung der Fremdwerbeflächen auf den SBB-Arealen beginnen. Eine gewisse Unsicherheit bleibt, denn der Protest der Tamedia gemeinsam mit ihrer neuen Firma Neo Advertising ist immer noch beim Gericht hängig. «Worst Case wäre eine Neuausschreibung», zog Ehrle Zwischenbilanz. Doch bis dahin würde wieder viel Zeit verstreichen, die APG hätte längst mit dem Aufbau des neuen Digital-Netzwerkes begonnen.

«Mindestens 100 zusätzliche digitale Werbeträger» sollen laut dem CEO für die SBB gebaut werden. Diese können «Full-Motion» bespielt werden, was für das Aussenwerbeunternehmen viele Möglichkeiten bietet. Zudem sind die Verträge für die verschiedenen SBB-Lose interessant, weil sie eine langfristige Vertragslaufzeit zwischen fünf und zehn Jahren haben.

Mit Blick auf die grosse Transformation ist CEO Markus Ehrle äusserst zuversichtlich: «Nach der Lancierung des neuen Gesamtangebotes rechnen wir mit einer deutlichen und nachhaltigen Umsatzsteigerung.»