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Montag
23.11.2020

Kino

Angelina Jolie bei ihrer Regiearbeit für Netflix bei «First They Killed My Father» über die kambodschanische Kindersoldatin und Friedenskämpferin Loung Ung.... (Bild: Netflix)

Er hatte für bedeutende englische Zeitungen fotografiert und war auch Mitarbeiter der internationalen Fotoagentur «Magnum»: Don McCullin dokumentierte Kriege und Katastrophen, darunter in Vietnam und Kambodscha.

McCullin entlarvte auch den Hunger in Biafra und die verheerenden Folgen von Aids in Südafrika.

Jetzt will Hollywoodstar Angelina Jolie die Biografie des gebürtigen Londoners verfilmen, wie das US-Branchenblatt «Variety» berichtet. Don McCullin (85), der auch für seine Reportagen über Randgruppen geschätzt wird, ist schon mehrfach ausgezeichnet worden, zum Beispiel «Pressefoto des Jahres», «World Press Photo Award for General News».

«Unreasonable Behaviour» ist der Titel seiner Biografie. Die «einzigartige Kombination von Furchtlosigkeit und Menschlichkeit» sei auch das, was sie an Don McCullin so schätze, lässt sich Angelina Jolie zitieren, die beim geplanten Film nicht als Schauspielerin, sondern als Regisseurin dabei sein wird.

Für das Drehbuch wird Gregory Burke («Entebbe») verantwortlich zeichnen. Die Rolle des Produzenten übernimmt der britische Schauspieler Tom Hardy («Mad Max: Fury Road»).

Es ist nicht der erste Film in einem kriegerischen Dekor, bei dem die Oscar-Preisträgerin Jolie Regie führen wird. Auch bei «In the Land of Blood and Honey» über eine Liebe während des Bosnienkriegs und das Kriegsdrama «Unbroken» hat die Ex von Brad Pitt und entzweite Tochter von John Voight («Asphalt Cowboy») schon inszeniert. 2017 drehte sie «Der weite Weg der Hoffnung» über eine Kindheit unter dem kambodschanischen Regime der Roten Khmer.

Dass Angelina Jolie sich für die Menschenrechte engagiert, zeigen auch ihre Verpflichtungen als Sondergesandte des UN-Flüchtlingshochkommissars Filippo Grandi sowie ihre Mitgliedschaft beim Council on Foreign Relations oder früher als Sonderbotschafterin für das UNO-Hochkommissariat für Flüchtlinge.