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Mittwoch
04.11.2009

Dem 20-jährigen Mann, der angeblich persönliche Daten von mehr als einer Million Nutzern aus SchülerVZ kopiert hat, sei «ein unbeziffertes Zahlungsangebot durch Mitarbeiter des Unternehmens gemacht worden». Das schreibt sein Rechtsanwalt Ulrich Dost am Mittwoch in einer Mitteilung, die der DPA vorliegt. Es stelle sich die Frage, ob das Unternehmen seinem Mandaten «Schweigegeld angeboten» habe, um das Bekanntwerden der Sicherheitslücken zu verhindern. Der junge Mann hatte am Samstag in seiner Zelle in der Jugendstrafanstalt Plötzensee Selbstmord begangen. Angeblich habe er 80 000 Euro von den Betreibern erpressen wollen.

Im Unternehmensblog weist VZ-Netzwerke-Chef Markus Berger-de León die Anschuldigungen zurück: «Die Vorwürfe des Anwalts Ulrich Dost sind ebenso unglaublich wie haltlos.» Die Beurteilung und Handhabung des Falls liege bei den zuständigen Behörden.