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Mittwoch
04.11.2009

Die Interessengemeinschaft «Freunde der NZZ», laut Selbstbezeichnung «eine lose Verbindung von Aktionärinnen und Aktionären der NZZ, denen das langfristige Wohl der renommierten Qualitätszeitung NZZ und der NZZ-Gruppe am Herzen liegt», hat in einem Newsletter bekannt gegeben, sie habe «zwei äusserst kompetente Persönlichkeiten» gefunden, die sie in den Verwaltungsrat der «Neuen Zürcher Zeitung»-Gruppe wählen lassen möchte.

«Es handelt sich dabei einerseits um einen äusserst erfolgreichen und erfahrenen Immobilien-Spezialisten, andererseits um eine starke Führungspersönlichkeit mit profunder Konsumgüter- bzw. Marketingerfahrung», heisst es dazu auf der Website http://www.freundedernzz.ch. NZZ-Verwaltungsratspräsident Conrad Meyer sei informiert, ist da weiter zu lesen.

NZZ-Sprecherin Bettina Schibli bestätigte auf Anfrage des Klein Reports am Mittwoch den Eingang der Vorschläge beim VR-Präsidenten. Das Anliegen der «Freunde der NZZ» werde geprüft, letztlich liege ein Entscheid aber beim Verwaltungsrat und bei der Generalversammlung, sagte sie.

Mit einer Spekulation hat hingegen der Blog http://www.medienspiegel.ch von Martin Hitz reagiert: «Immobilien-Spezialist und Medien?», fragte sich der ehemalige NZZ-Online-Leiter und brachte die Person von Adrian Agosti von der Beteiligungsgesellschaft GoldenPeaks Capital in Zug ins Spiel, da dieser einst Verwaltungsratspräsident der Jean Frey AG (heute Axel Springer Schweiz AG) gewesen war. Auf Anfrage des Klein Reports sagte Agosti am Mittwoch lediglich: «Zu Blogs will ich nichts sagen.»

Und «Freunde der NZZ»-Vertreter Edwin van der Geest hielt fest, «dass dies nicht der Fall ist». Er wundere sich, «wer und warum immer wieder versucht wird, uns in die Ecke der `Heuschrecken` zu stellen», erklärte er auf Anfrage des Klein Reports. «Gehen Sie davon aus, dass wir sehr hochkarätige Persönlichkeiten mit langfristigem Horizont vorschlagen, die dem Wunschprofil der Aktionäre der NZZ entsprechen und der Gesellschaft echten unternehmerischen Mehrwert bringen können.»