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Donnerstag
02.03.2017

Medien / Publizistik

Felix E. Müller geht bald in Pension

Felix E. Müller geht bald in Pension

Am 3. Mai feiert Felix E. Müller seinen 66. Geburtstag. Würde es nach Müller gehen, würde er trotz Pensionsalter noch ein paar Jahre als Chefredaktor bei der «NZZ am Sonntag» anhängen. Denn wie der Klein Report von seinen langjährigen Weggefährten erfahren hat, macht er seinen Job richtig gern und denkt deshalb auch nicht ans Aufhören.

Doch bei der «Neuen Zürcher Zeitung» nimmt man es mit der Pensionsregelung sehr genau. Das musste schon der langjährige NZZ-Chefredaktor Hugo Bütler erfahren. Er musste sich sogar noch vor seinem 63. Geburtstag 2007 von seinem Amt zurückziehen.

Und so fragt sich die Schweizer Medienbranche, wer denn Felix E. Müller beerben wird. Egal, wen der Klein Report fragt, der Name Francesco Benini fällt am häufigsten. Benini, Ressortleiter Inland und seit 2016 stellvertretender Chefredaktor der «NZZ am Sonntag», gehört seit vielen Jahren zu den profiliertesten Journalisten des Landes.

Aber nicht nur das. Er ist vor allem auch intern sehr beliebt. «Er wäre die richtige Wahl. Er ist ein ruhiger, unaufgeregter Arbeiter, der den Laden bestens kennt und von den Kollegen sehr geschätzt wird», heisst es aus seinem Arbeitsumfeld.

Die Frage ist also nur, ob Francesco Benini tatsächlich auf den Chefsessel wechseln will. Von der erweiterten Chefredaktion, dazu gehören Nicole Althaus, Chanchal Biswas und Alain Zucker, scheint laut NZZ-Insidern niemand wirklich in Frage zu kommen.

Andere Medienhäuser setzen aus Kostengründen auf einen Chefredaktor für zwei Publikationen. Wie zum Beispiel Tamedia, wo Arthur Rutishauser sowohl für den «Tages-Anzeiger» als auch für die «SonntagsZeitung» zuständig ist. Eine Lösung, die aber für die NZZ eher nicht in Frage kommt.