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Donnerstag
07.05.2026

Medien / Publizistik

Der Branchen-Deal ist freiwillig: Der Verlegerverband ruft seine Mitglieder zum Mitmachen auf... (Bild: zVg)

Der Branchen-Deal ist freiwillig: Der Verlegerverband ruft seine Mitglieder zum Mitmachen auf... (Bild: zVg)

Die Mitgliederversammlung des Verlegerverbands hat am Donnerstag der neuen Branchenvereinbarung mit 73 zu 4 Stimmen zugestimmt. 

Der Deal mit der Gewerkschaft Syndicom und dem Berufsverband Impressum will einheitliche Mindestarbeitsbedingungen für etwa 4000 Angestellte in der Medienbranche schaffen, wie der Klein Report berichtete.

Die Vereinbarung ist freiwillig. Der Verlegerverband ruft seine Mitglieder auf, die Branchenvereinbarung zu übernehmen.

Syndicom hatte der Vorlage bereits zugestimmt. Die Vereinbarung gilt für journalistisch tätige Mitarbeitende wie auch für das technische Redaktionspersonal in den privaten Medienhäusern in der Deutschschweiz. 

In der Romandie besteht dagegen seit Längerem ein Gesamtarbeitsvertrag. Im Tessin wird sich Media Svizzeri an einer baldigen Mitgliederversammlung ebenfalls mit der Vereinbarung auseinandersetzen.

«Angesichts des äusserst anspruchsvollen Marktumfelds ist die Vereinbarung ein klares Zeichen für verlässliche Rahmenbedingungen und die Stärkung der Attraktivität des journalistischen Berufsfelds», sagte Verbands-Direktorin Pia Guggenbühl zu der Einigung. 

Die Vereinbarung tritt in Kraft, sobald «aufgrund der Unterzeichnung durch die Arbeitgebenden Dreiviertel der betroffenen Mitarbeitenden mit BR-berechtigender Tätigkeit dieser unterstellt sind», wie der Verband weiter schreibt.

Das Arbeitsverhältnis mit freien Mitarbeitenden soll weiterhin in einzelnen Arbeitsverträgen geregelt werden. Dazu hat der Verlegerverband ein «Merkblatt Freischaffende» verfasst.