Die Heim-WM in Zürich und Fribourg wird für Schweizer Radio und Fernsehen (SRF) ab Freitag zum Grossprojekt: 30 Spiele live auf SRF zwei, tägliche WM-Magazine, Radio-Schaltungen aus der Fanzone und ein umfassendes Online-Angebot sollen dafür sorgen, dass die Schweiz vom 15. bis 31. Mai ganz im Zeichen des Eishockeys steht.
Im Fokus steht klar die Schweizer Nati – mit Reto Müller und Philippe Furrer am Mikrofon sowie Annette Fetscherin und Sascha Ruefer als Moderationsgesichter in Zürich und Freiburg.
Für Diskussionen sorgt allerdings ein anderer Punkt: Erstmals zeigt SRF sämtliche WM-Spiele im Livestream – allerdings teilweise nur mit englischem Originalkommentar des Weltverbands IIHF.
SRF begründet dies mit den personellen Ressourcen und erklärt, Englisch sei «die etablierte Sprache des Eishockeysports».
Das mag in internationalen Garderoben zutreffen. Für einen gebührenfinanzierten Schweizer Sender wirkt ein englischer Kommentar an einer Heim-WM trotzdem zumindest gewöhnungsbedürftig.
Gerade wenn SRF die Nähe zum Schweizer Publikum und den Service-public-Gedanken betont, erscheint es seltsam, ausgerechnet bei einem nationalen Sporthighlight auf eine deutschsprachige Begleitung zu verzichten. Oder in der Sprache des Senders selbst formuliert: fast schon «ein No-go».
Abseits davon fährt SRF für das Heimturnier einen grossen Aufwand auf. Besonders das tägliche WM-Magazin mit einem mobilen Studio, das quer durch die Schweiz reist, zeigt den Anspruch, die WM nicht nur sportlich, sondern auch emotional und national aufzuladen.
Gäste wie Ralph Krueger, Bastian Baker oder Mathias Seger sollen zusätzlich für WM-Stimmung sorgen.




