Der Aussenwerbekonzern APG hat letztes Jahr mit 327 Millionen Franken den gleichen Umsatz wie 2024 erzielt. Im Schweizer Markt stieg der Werbeumsatz leicht um 0,3 %, in Serbien sank er um 6,5 %. Der Konzerngewinn fiel um 10,6 % auf 27,1 Millionen Franken.
«Während in der Schweiz die Werbeausgaben in den klassischen Medien insgesamt rückläufig waren, zeigten sich die Werbeumsätze der APG|SGA robust und lagen leicht über dem Vorjahr. In Serbien musste aufgrund der politischen Unruhen ein Umsatzrückgang verzeichnet werden», kommentiert APG-Verwaltungsratspräsident Daniel Hofer die Zahlen, der nach 12 Jahren nicht mehr zur Wahl antritt.
Die Immobilienerträge haben sich aufgrund eines Liegenschaftsverkaufs im 2024 auf 1,7 Millionen Franken reduziert. Die weiteren Betriebserträge stehen bei 400’000 Franken und beinhalten Veräusserungsgewinne nicht mehr benötigter Sachanlagen. Dadurch habe sich im Geschäftsjahr 2025 «ein Betriebsertrag von 329,2 Millionen Franken ergeben, was einer Abnahme von 1,1 % gegenüber dem Vorjahr entspricht», heisst es im Finanzbericht. 2024 erzielte die APG einen Gewinn von 2,9 Millionen Franken aus einem Liegenschaftsverkauf.
Auf Ebit-Stufe sank das Ergebnis um 9 % auf 33,2 Millionen Franken, auf EBITDA-Stufe war es ein Minus von 6,6 % auf 43,1 Millionen Franken.
Im Schweizer Werbemarkt lief das erste Halbjahr 2025 mässig, steigerte sich dann in den letzten sechs Monaten. Trotz des Wegfalls eines grösseren Konzessionsvertrages in der Stadt St. Gallen stieg der Umsatz um 0,3 % auf 312,9 Millionen Franken.
Geworben haben die Bereiche Handel, Finanzwirtschaft und die Versicherungen sowie der Dienstleistungsbereich, wie die APG am Donnerstag bekannt gab.
Sorgen machen seit längerem die Branche Verkehr, insbesondere die Automobilbranche, und der Bereich Haus und Garten. «Einen deutlichen Rückgang der Umsätze gab es bei der zyklischen politischen Werbung, welche Wahlen und Abstimmungen umfasst», heisst es über die Politikwerbung.
Die Investitionen in den digitalen Out-of-Home-Bereich beginnen zu wirken, 3’500 digitale Werbeflächen sind im Angebot. «Ein signifikantes Wachstum konnte hingegen bei der Werbung im Bereich DOOH sowie im öffentlichen Verkehr erzielt werden.»
Die Allgemeine Plakatgesellschaft kann sich auf 8’200 aktive Werbekunden stützen, von denen 86 % eine lokale/regionale Ausrichtung hätten. Mit allen Auftraggebern seien 29’000 Kampagnen realisiert worden. «Dabei spielt das klassische, analoge Plakat in den Standardformaten nach wie vor eine wichtige Rolle.» So seien durch die Logistikorganisation 715’000 Plakatsujets verarbeitet beziehungsweise in den Aushang gebracht worden.
Und an der ausserordentliche Generalversammlung vom 23. Januar 2026 hatte sich die neue Aktionärin NZZ ante portas positioniert.
Das Medienhaus möchte seine APG-Anteile erhöhen und hat dazu einen Aktionärsantrag zur Einführung einer selektiven Opting-up-Bestimmung in den Statuten der Gesellschaft durchgesetzt. So versucht die NZZ die Voraussetzung für die von ihr angestrebte Erhöhung von bisher 25 % auf neu 45 % durch die Aktienkäufe von JCDecaux SE und Pargesa Asset Management S.A. zu verbessern.
Im vergangen Jahr feierte die APG ihr 125-jähriges Bestehen mit landesweit verschiedenen Veranstaltungen.




