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Montag
19.07.2021

Roland Thomann hat die Glückskette nach eineinhalb Jahren als Direktor bereits wieder verlassen. Grund sei eine «unterschiedliche Auffassung über die Umsetzung der Strategie». Das gab die Glückskette am Freitag bekannt.

Diese Entscheidung wurde in Absprache mit dem Stiftungsrat getroffen, heisst es bei der Spenden-Organisation weiter. Nun übernimmt vorübergehend die bisherige stellvertretende Direktorin Catherine Baud-Lavigne den Posten.

Thomann begann am 1. Januar 2020 als Glückskette-Direktor. Unter seiner Leitung führte die von der SRG geschaffene Stiftung unter anderem eine Spendensammlung für die Opfer der Pandemie in der Schweiz durch.

Zudem leitete Thomann den Prozess zur Entwicklung einer neuen Strategie, mit der die Glückskette «die Herausforderungen der Digitalisierung meistern kann». Dazu kommt es nun aber nicht mehr mit dem alten Direktor.

Bevor Roland Thomann zur Glückskette stiess, war er Geschäftsleitungsmitglied bei der Werbeagentur Spinas Civil Voices. Davor war er auf Agenturseite unter anderem für Jung von Matt/Limmat ab August 2011 tätig, wo er die PR-Unit leitete. Weitere Stationen waren Wirz Public Relations oder Netvertising.

Dann wechselte er für drei Jahre zu Médecins Sans Frontières (Ärzte ohne Grenzen), wo er am Hauptsitz in Genf tätig war: zuerst als Head of Communications Switzerland, später als Vizedirektor für Kommunikation und Fundraising. Später wirkte Thomann als Head of Communications and Marketing Services bei der Precious Woods Holding AG.

Thomann hat einen Masterabschluss in Politikwissenschaft, Kommunikation und Ökonomie von der Universität Zürich.

Präsidiert wird die Stiftung der Glückskette von RTS-Direktor Pascal Crittin, der von SRG-Generaldirektor Gilles Marchand auf Anfang 2018 ernannt worden ist. Crittin löste Ladina Heimgartner ab, die bei der SRG stellvertretende Generaldirektorin unter Marchand wurde.