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Mittwoch
28.01.2015

Medien / Publizistik

Der bisherige «SonntagsZeitung»-Chefredaktor Arthur Rutishauser (Bild) wird auch gleich neuer Chefredaktor des «Tages-Anzeigers».

Rutishauser folgt auf Res Strehle, der in Pension geht. Laut Tamedia wird der Wechsel auf dem Chefredaktorenposten «im Verlauf des ersten Quartals 2016» erfolgen.

Rutishauser wird damit ab 2016 sowohl die Redaktion des «Tages-Anzeigers» als auch der «SonntagsZeitung» leiten. «Die gemeinsame publizistische Leitung beider Redaktionen ist nicht zuletzt durch die zunehmende Bedeutung der digitalen Verbreitungskanäle bedingt und antwortet auf die veränderten Mediennutzungsgewohnheiten der Leserinnen und Leser», schreibt Tamedia dazu.

Die beiden Publikationen aus dem Zürcher Verlagshaus werden im Netz «umso enger» zusammenrücken, heisst es weiter. Die Redaktionen teilen sich heute bereits die Ressorts Gesellschaft, Kultur, Sport und Wissen sowie in Zukunft auch Ausland. Die Kernressorts in den Bereichen Schweiz, Wirtschaft, Recherche und Zürich bleiben laut Tamedia aber eigenständig.

Arthur Rutishauser ist seit Oktober 2013 Chefredaktor der «SonntagsZeitung». Zuvor war er drei Jahre lang Mitglied der Chefredaktion des «Tages-Anzeigers». «Zur Vorbereitung auf seine neue Aufgabe wird er im Sommer 2015 eine dreimonatige Weiterbildung mit Schwerpunkt Digitaljournalismus an der Columbia Journalism School in New York absolvieren», kündigt Tamedia an.

Erst Anfang Juli 2014 sagte Tamedia-Sprecher Christoph Zimmer nach Fusionsgerüchten der Redaktionen von «Tages-Anzeiger» und «SonntagsZeitung» gegenüber dem Klein Report: «Eine Zusammenlegung von `Tages-Anzeiger` und `SonntagsZeitung` ist kein Thema.» Diese Situation hat sich in der Zwischenzeit offenbar geändert.