Die privaten Fernsehsender Deutschlands haben als «neue Attraktivität» das «Wissensfernsehen» entdeckt - auch als Quotenbringer in der Prime Time. Das steht im neuesten Programmbericht der Arbeitsgemeinschaft der Landesmedienanstalten in der Bundesrepublik Deutschland, den diese am Dienstag veröffentlicht haben. Die neue Faszination für ein altes Thema zeige sich «erstens an dem kontinuierlichen Zuwachs entsprechender Sendungsformate und zweitens am Gesamtumfang der (nicht politischen, aber auch nicht im engeren Sinn unterhaltenden, sondern) informierenden, orientierenden und beratenden Sendungen und Beiträge», schreibt die GöfaK Medienforschung GmbH, Potsdam, die den Bericht verfasst hat. Besonders diejenigen privaten Programme, die in ihren Senderfamilien hinter den Marktführern positioniert sind, sehen offenbar in diesen Programmangeboten eine neue Profilierungschance - nicht zuletzt auch gegenüber der öffentlich-rechtlichen Konkurrenz. In der Zeit zwischen 18 und 23 Uhr setzen demnach VOX (25 Prozent) und RTL 2 (17 Prozent) sowie ProSieben (16 Prozent) und Kabel eins (15 Prozent) mittlerweile quantitativ stärker auf die Sach- und Lebensweltpublizistik als das Erste Programm ARD (9 Prozent) und ZDF (13 Prozent).
Dienstag
03.04.2007