Wegen einer «Sex-Beilage» zur Tageszeitung «Blick» ist am Montag viel Wirbel und Aufregung im Ringier-Verlag ausgebrochen. Das 32 A4-Seiten starke Heft einer Firma Libosan in Othmarsingen wendet sich mit «geilen Grüssen» an die «lieben Erotic-Freunde» und ist gespickt mit Kontaktanzeigen sowie Sex-«Spielzeug»-Angeboten. Obschon die Beilage in einem verschlossenen Couvert steckte, das den Inhalt als für Jugendliche unter 18 Jahren verboten deklarierte, betonte Ringier-Sprecherin Myrta Bugini am Montag gegenüber dem Klein Report, dieses Supplement «entspricht nicht den Gepflogenheiten der Blick-Gruppe.» Der Verlag werde sich deshalb am Dienstag bei den Leserinnen und Lesern der Zeitung entschuldigen. Die Beilage habe ins Blatt geraten können, weil «ein Fehler in der Auftragsabwicklung» passiert sei. Normalerweise hätte Verlag und Redaktion vorgängig kontaktiert werden müssen. «Jetzt müssen wir die internen Abläufe überprüfen», kündete Bugini an. Für die Beilage sei der normale Medientarif ohne jeden Zuschlag verrechnet worden, wie er in den Mediadaten publiziert sei, sagte Bugini.
Montag
17.01.2005