Gute Nachrichten für die Werbe- und Medienwelt: 2004 hat sich in der Schweizer Werbewirtschaft eine leichte Entspannung abgezeichnet. Erstmals seit dem Jahr 2000 wurde wieder mehr Geld für Werbung ausgegeben. Dabei hat die Fernsehwerbung einen Höchststand erreicht. Die Brutto-Werbeausgaben betrugen im Jahr 2004 in der Schweiz nominal 3,728 Mrd. Franken, wie das Marktforschungsunternehmen Media Focus am Donnerstag mitteilte. Das entspricht einer Zunahme von 1,17%. Die Zunahme könne als ein positives Indiz für die Erwartungen der Marktteilnehmer über die weitere Entwicklung der Schweizer Wirtschaft gewertet werden, heisst es. Das Wachstum der Werbeausgaben 2004 gegenüber dem Vorjahr habe sich konstant über das ganze Jahr verteilt, heisst es weiter. Jedes Quartal habe absolut höhere Werte als im Jahr 2003 ausgewiesen.
Die Gewinner des Werbejahres 2004 seien die elektronischen Medien gewesen, hält Media Focus fest. Mit dem historisch höchsten Volumen von annähernd 753 Mio. Franken hat die Fernsehwerbung erstmals einen Anteil von knapp über 20% am Werbemarkt. Die Zunahme betrug 9%. Mit einem Plus von 7,1 bzw. 51,3% haben sich gemäss Mitteilung auch die Mediengruppen Radio bzw. Internet überdurchschnittlich entwickelt. Wie bereits im Jahr 2003 mussten die Tageszeitungen und die Plakatwerbung 2004 Einbussen hinnehmen. Die Tageszeitungen verloren gegenüber dem Vorjahr 1,9%, bei den Plakaten waren es 4,7%. Allerdings seien die Tageszeitungen mit rund 1,439 Mrd. Franken unangefochten die Nummer 1 unter den Mediengruppen geblieben, teilte Media Focus weiter mit. Der Marktanteil der Tageszeitungen betrug im 2004 nach wie vor hohe 38,6%.
Donnerstag
20.01.2005