Ein Interview mit der Sängerin Beyoncé Knowles, das in der deutschen Zeitschrift «Neon» publiziert worden ist, hat gar nicht stattgefunden. Die Zeitschrift aus dem «Gruner und Jahr»-Verlag hat sich von dem Mitarbeiter wegen Fälschungen von Interviews mit internationalen Stars getrennt, wie der Hamburger Verlag am Freitag bekanntgab. Der Mitarbeiter habe zwischen Juni 2004 und Februar 2010 auch Interviews mit Christina Aguilera, Snoop Doggy Dogg, Jay-Z und Slash gefälscht.
Auch der Zürcher «Tages-Anzeiger» hat das Gespräch mit Beyoncé Knowles abgedruckt. Der Text erschien am 12. Januar 2010 und wurde auch im Newsnetz verbreitet, an dem die zur Tamedia gehörenden Titel angeschlossen sind.
Vor ein paar Jahren flog der Journalist Tom Kummer auf, nachdem er jahrelang aus Hollywood für die Magazine des «Tages-Anzeigers» und der «Süddeutschen Zeitung» berichtet und Interviews mit Stars gefälscht hatte, die nur in Teilen oder auch gar nicht geführt worden sind.
Sonntag
21.03.2010



