Die Kreditkartenfirma American Express befürchtet einen massiven Imageschaden wegen einer aktuellen Werbekampagne, die einen Surfer vor einer sehr grossen Welle zeigt. Wegen der Flutkatastrophe in Südasien soll das Sujet auf dem schnellsten Weg aus den US-Werbeblöcken zurückgezogen werden, berichtet das «Wall Street Journal» (WSJ) am Dienstag. Die Werbung läuft im TV und in Kinos und soll zu einem späteren Zeitpunkt wieder gezeigt werden. Auch Kraft Foods zieht die Konsequenzen aus dem Tsunami in Südasien. Eine Werbung mit einem Wellenmotiv für den Softdrink Capri-Sonne soll nicht mehr gezeigt werden.
Die Verwendung von Wellen oder ähnlichen Motiven ist in der Werbung nichts Ungewöhnliches. Laut WSJ symbolisiert die Welle Spass und Aufregung. Strand- und Wellenabbildungen sind deshalb bei der Promotion von diversen Produkten, angefangen bei Süssigkeiten über Bier bis hin zu Fruchtsäften, weit verbreitet. Marketingverantwortliche in den USA haben sich bis dato als sehr schnell erwiesen, wenn es um die Reaktion auf aktuelle Ereignisse handelt. So auch HP bei der Zerstörung des Spaceshuttles Columbia im Jahr 2003, woran Pressetext Austria erinnert. Eine Werbung zeigte einen Astronauten auf seinem Weg aus dem Weltall über einen Highway direkt in sein Haus in einer Vorstadt. Einfach war es damals dennoch nicht, die Werbung noch vor der Erstausstrahlung aus dem Verkehr zu ziehen. Auf CNN wurde sie einen Tag danach noch gezeigt.
Dienstag
04.01.2005