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Freitag
07.01.2005

Nach dem Jahrhundertsommer kam der Rückschlag: Im 3. Quartal 2004 haben in Schweizer Hotelbetten 1% weniger Gäste übernachtet als ein Jahr zuvor. Schuld an der Abnahme sind die inländischen Gäste, die der Schweiz den Rücken kehrten. Insgesamt hätten die Einheimischen 3,6% weniger Übernachtungen gebucht als im 3. Quartal 2003, teilte das Bundesamt für Statistik (BFS) am Freitag anhand einer Stichprobenerhebung mit. Die ausländischen Reisenden seien dagegen zahlreicher gekommen (+1,1%).

Besonders schlecht lief der August, in dem die Schweizer Hoteliers 6% weniger Übernachtungen zählten. Verantwortlich für den Einbruch dürfte das Wetter sein: Gegen die Jahrhunderthitze im Vorjahr hatte der verregnete August 2004 keine Chance. Die inländische Kunschaft habe es vorgezogen, dem Land den Rücken zu kehren oder ihre Ferien zu verschieben (-10,6%), schreibt das BFS. Und die Ausländer seien weniger zahlreich angereist (-2,9%).


Dagegen konnten die Hoteliers im Juli (+1,7%) und im September (+2,4%) mehr Gäste begrüssen. Der Anstieg ist praktisch alleine den Ausländern zu verdanken. Im Juli buchten ausländische Gäste 3,9% mehr Übernachtungen, während die Einheimischen weniger in Schweizer Hotelbetten lagen (-1,2 %). Auch im September erschienen mehr Ausländer als im Vorjahr (+3,3 %). Die hiesigen Gäste zeigten sich dagegen zurückhaltender (+1,3%). Mit diesen Ergebnissen wurde im 3. Quartal der Aufwärtstrend gebrochen, welchen die Schweizer Hotels noch im 2. Quartal mit einem Plus der Übernachtungen von 4% erkennen liessen. Konkrete Zahlen über die Herkunft der Gäste nach Ländern und Regionen liefert die Stichprobe des Bundesamtes allerdings nicht. Denn das BFS hat die Vollerhebung der Beherberungsstatistik aus Geldmangel Ende letzten Jahres einstellen müssen.