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Freitag
30.03.2007

Der geplante Milliardenkauf des weltweit grössten Mobilfunk-Konzerns Vodafone im boomenden indischen Markt liegt auf Eis. Bevor die Aufsichtsbehörde für ausländische Investoren den Einstieg beim viertgrössten indischen Mobilfunkbetreiber Hutchison Essar erlauben will, müssen die beteiligten Firmen weitere Angaben liefern, wie Finanzstaatssekretär Ashok Jha sagte. Einen Termin für die Entscheidung nannte er nicht. Vodafone glaubt, die indischen Vorschriften erfüllt zu haben und rechnet mit einem Abschluss des Geschäfts im zweiten Quartal.

Die indischen Vorschriften erlauben eine Ausland-Beteiligung von bis zu 74 Prozent. Die Zurechnung auf in- oder ausländische Aktionäre ist nach indischen Medienberichten allerdings unklar. Vodafone hatte Mitte Monat den Kauf einer Beteiligung von 67 Prozent aus dem Portfolio des in Hongkong ansässigen Konzerns Hutchison Whampoa für rund 8,5 Mrd. Euro bekannt gegeben. Die Hutchison Telecommunications International (HTIL) hält selber direkt aber nur 52 Prozent an dem indischen Unternehmen. 15 Prozent liegen bei einem Hutchison-Manager und dem Chef der Unternehmensgruppe Max India, die restlichen 33 Prozent beim indischen Mischkonzern Essar. Die Kontrolle über Essar liegt wiederum zu zwei Dritteln bei einer aus Steuergründen im Ausland notierten Gesellschaft. Da blicken nicht nur die Inder so rasch nicht durch.