Die Schweizer Taschenmesserfirma Victorinox hat erstmals an der deutschen Computermesse CeBIT eine umfangreiche Aktion gegen Produktpiraten durchgeführt. Es seien sieben Verletzungsfälle registriert worden, teilte das Unternehmen am Mittwoch mit. Betroffen seien ausschliesslich Unternehmen aus Asien gewesen. Victorinox habe durch ein Gericht verschiedene Kopien des Taschenmessers «Classic» mit integriertem USB-Memorystick beschlagnahmen lassen. Zwei Ausstellungsstände seien gar durch den Gerichtsvollzieher mit Polizeiunterstützung gänzlich geräumt worden, in den anderen Fällen seien die Kopien sowie das Werbematerial eingezogen, beziehungsweise geschwärzt worden.
Die Aktion sei von Victorinox zusammen mit einer spezialisierten Unternehmung sowie mit auf Produktpiraterie spezialisierten Anwälten durchgeführt worden. Innert drei Tagen wurden nicht nur die Produktpiraten identifiziert, sondern auch die entsprechenden gerichtlichen Verfügungen erwirkt, zugestellt und vollzogen.
Dies sei in diesem Jahr nach der «Ambiente» in Frankfurt, wo vier Verletzungen registriert worden seien, nun bereits die zweite Messe-Aktion von Victorinox gegen Produktpiraten, heisst es weiter in der Victorinox-Mitteilung. Das Unternehmen will zum Schutze der Schweizer Arbeitsplätze entschlossen gegen Produktpiraterie vorgehen. Victorinox stellt seine Taschenmesser seit 1884 in Ibach bei Schwyz her, wo 900 Mitarbeiter beschäftigt sind.
Mittwoch
21.03.2007