Italiens Behörden gehen scharf gegen scharfe Filme vor: Die Ausstrahlung von Pornografie im Fernsehen ist - selbst nach Mitternacht - verboten. TV-Sender werden keine Werbung mehr für Sex-Hotlines und Erotik-Chats ausstrahlen dürfen. Sendern, die das Verbot ignorieren, drohen Strafen bis zu 50 000 Euro (80 5000 Franken), wurde am Freitag in Rom bekannt gegeben. Die neue italienische Regierung unter Premier Romano Prodi will mit den Machenschaften aus der Zeit von Berlusconi aufräumen, hiess es in Zeitungsberichten.
Von dem Verbot ausgenommen ist nur der Pay-TV-Kanal Sky Italia, der im Besitz des australischen TV-Tycoons Rupert Murdoch steht und zahlenden Zusehern die Kanäle «Hot» zur Verfügung stellt. Diese können nur mit Decoder und mit einer Spezialkarte mit Code-Nummer empfangen werden.
In Italien ist die Porno-Industrie ein florierendes Geschäft. 400 000 DVDs werden jährlich verkauft und 300 Pornofilme gedreht. 35 000 Websites haben pornografische Inhalte. Mehr als 500 Lokalkanäle senden nachts Programme oder Werbung mit pornografischem Inhalt.
Freitag
16.03.2007