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Sonntag
18.03.2007

US-Tabakkonzerne dürfen ihre Zigaretten in Zukunft auch im Ausland nicht mehr als «Light» bezeichnen. Die Bundesrichterin Gladys Kessler erweiterte ihr im August verhängtes Verbot der Bezeichnungen «Light» und mit «geringem Teer-Gehalt» von den Vereinigten Staaten auf die ganze Welt. Die Richterin sah es als erwiesen an, dass grosse Zigarettenkonzerne wie der Marlboro-Hersteller Philip Morris und Camel-Produzent Reynolds Tobacco jahrelang bewusst die Gesundheitsgefahren des Rauchens vertuscht haben, um ihre Gewinne zu maximieren.

Die auferlegten Beschränkungen wurden im Oktober ausgesetzt, da die Tabakkonzerne das Urteil anfochten. Kessler wies nun das Ansuchen der Konzerne zurück, die zusätzlich eine Gültigkeit des Urteils nur für die USA angestrebt hatten.