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Montag
12.01.2026

TV / Radio

Radio SRF 1 verlor zwischen Juli und Dezember 2025 eine Viertelmillionen Hörerinnen und Hörer (Bild: zVg / © SRF)

Radio SRF 1 verlor zwischen Juli und Dezember 2025 eine Viertelmillionen Hörerinnen und Hörer (Bild: zVg / © SRF)

Nach der einseitigen Abschaltung der Ultrakurzwelle (UKW) durch die SRG Ende 2024 es weiterhin zu deutlichen Verschiebungen im Radiomarkt. 

Laut den am Montag publizierten Mediapulse-Daten für das zweite Halbjahr 2025 verlor SRF 1 im Vergleich zum Vorjahr 250’000 tägliche Hörerinnen und Hörer. Noch 848’000 Personen schalteten den Sender ein, wie aus dem Dashboard von Mediapulse hervorgeht.

Auch SRF 3 büsste stark ein: Die Reichweite sank um 236’000 auf 624’000 Personen.

SRG-Generaldirektorin Susanne Wille bezeichnete den frühzeitigen UKW-Ausstieg in der Sonntagspresse inzwischen als Fehler, wie der Klein Report berichtete.

National- und Ständerat haben inzwischen beschlossen UKW nochmals verlängern zu wollen, worauf die SRG angekündigt hat, eine Rückkehr zur analogen Verbreitungstechnik zu prüfen.

Insgesamt zeigen die neuen Hörerzahlen auch, dass der Radiomarkt insgesamt robust bleibt. Was im Umkehrschluss heisst, dass die von den SRG-Sendern verlorenen Hörer und Hörerinnen zu privaten Radios umgeschaltet haben.

Zwischen Juli und Dezember 2025 erreichte die Gattung Radio laut Mediapuls Woche für Woche 93 Prozent der Wohnbevölkerung ab 15 Jahren, was einer absoluten Zahl von 6,95 Millionen Personen entspricht. Die durchschnittliche Tagesreichweite lag bei 69 Prozent respektive 5,13 Millionen Personen.

«Im Zeitvergleich mit dem zweiten Semester 2024 zeigt sich im abgelaufenen Halbjahr zum einen ein leichter Rückgang der Tagesreichweite um zwei Prozentpunkte von 71 auf 69 Prozent. Zum anderen steigt die Nutzungsdauer je Hörer bzw. Hörerin um eine Minute von 109 auf jetzt 110 Minuten», schreibt Mediapulse.

Mit anderen Worten: Etwas weniger Personen hören etwas länger Radio.