Die Geschäftsleitung des jüngsten Schweizer Privatfernsehsenders U1 TV Station hat sich gegen Medienberichte verwahrt, in denen Peter Kölbel der Geldwäsche verdächtigt wird und deshalb von der deutschen Nachrichtenagentur ddp angezeigt worden sein soll. Gemäss einer Medienmitteilung vom Mittwoch stellt die Geschäftsleitung des Privatsenders fest, dass die Finanzierung von Kanal 1 «in jeder Form rechtmässig» erfolge. Teilweise würden zur Finanzierung von Kanal 1, beziehungsweise TV München und TV Berlin - zu 98% im Eigentum von Hanno Soravia - ein Darlehen von Mitsui Securities Eastern Europe Fund AG beansprucht. «Das Geld dazu stammt aus der Veräusserung von Medienbeteiligungen an zwei grosse westeuropäische Verlagshäuser», hält der TV-Sender fest. Kölbel ist in der Schweiz am Aufbau von U1 TV Station beteiligt.
Hintergrund der Stellungnahme aus Schlieren sind Berichte in der «Süddeutschen Zeitung» und im Nachrichtenmagazin «Focus», wonach Klöbel in einem «Focus»-Beitrag mit dem Titel «Die Schliessfach-Connection» zwielichtige Geschäfte im Balkan nachgesagt werden. Er habe beabsichtigt, in den nächsten Jahren 3 Mio. Euro in die ehemals in Leo Kirchs Besitz befindliche Nachrichtenagentur zu investieren. Nach den Medienberichten in «Focus» habe ddp-Geschäftsführer Lutz Schumacher indessen kalte Füsse bekommen und Kölbel angezeigt. Diese Vorgänge streitet die Besitzerin von Kanal 1, die Soravia-Gruppe, ab und schreibt im Communiqué, sie «war und ist in keiner wie immer gearteten Form an der dpp Nachrichtenagentur GmbH beteiligt oder gewährt der ddp finanzielle Unterstützung».
Mittwoch
04.02.2004




