Content:

Mittwoch
19.01.2005

Der Chef des Burda-Verlags, Hubert Burda, kontert im Gespräch mit dem deutschen «Manager Magazin» die Vorwürfe des Milchstrasse-Gründers Dirk Manthey. Dieser hatte die Übernahme des Hamburger Verlags als «feindlich» bezeichnet. Zugleich macht Burda den Milchstrasse-Mitarbeitern Hoffnung auf eine Stärkung ihrer Titel. Grossverleger Burda: «Ich glaube, dass Herr Manthey manchmal einfach zu oft und zu lange in Malibu weilt.» Burda zeigt im Interview mit dem «Manager Magazin» - das vollständige Gespräch erscheint in der neuen Ausgabe am Freitag (21. Januar) - kein Verständnis für diesen Vorwurf: Man habe fast ein Jahr lang verhandelt, feindliche Übernahme sei «ein Begriff, mit dem weder bei uns noch in der Milchstrasse jemand etwas anfangen kann».

Die Einstellung von Zeitschriften der in wirtschaftlichen Schwierigkeiten steckenden Milchstrasse ist derzeit offenbar nicht geplant: «Wir denken viel eher an die Einführung neuer als an die Einstellung alter Titel», sagt Burda. Allerdings wolle man die Vermarktung der Burda- und der Milchstrasse-Objekte optimieren und den Werbekunden in vermutlich absehbarer Zeit «TV Spielfilm», «TV Today» und «Focus» als Anzeigenkombination anbieten.