Nach dem Abgang von Rainer Sauser und Christoph Bauer ist mit Claudia Bossert innerhalb weniger Monate bereits das dritte Mitglied der Unternehmensleitung abgesprungen. Dass weitere Wechsel folgen könnten, davon wollte die AZ-Unternehmenssprecherin nichts wissen. «Es gibt keinen Grund zu Spekulationen», sagte Ursulina Stecher am Montag gegenüber dem Klein Report.
Auch die Handlungsfähigkeit der Unternehmensleitung sieht die AZ-Sprecherin nicht in Gefahr. «Die Schlüsselfunktionen im Unternehmen sind mit starken Persönlichkeiten besetzt», sagte sie.
Während für Bauer der Verleger Peter Wanner einsprang, ist es für die TV-Geschäftsführerin Bossert der neue CEO Axel Wüstmann. Als personelle Notlösung bezeichnet Stecher die Besetzung durch Wüstmann nicht, im Gegenteil. «Die Tatsache, dass er persönlich die Leitung der TV-Senderfamilie übernimmt, zeigt den hohen Stellenwert des TV-Bereiches innerhalb der AZ Medien», so Stecher.
Zu den «unterschiedlichen Vorstellungen über die strategische Ausrichtung der TV-Senderfamilie», die als Grund für den Weggang von Bossert genannt wurden, wollte sie keine Stellung nehmen. «Wir kommentieren unterschiedliche Vorstellungen nicht.»
Die Strategie der TV-Senderfamilie sei aber klar: Die Sender der AZ Medien hätten im Informationsbereich und im Unterhaltungsbereich ein hohes Profil mit entsprechenden Einschaltquoten, was ein optimales Umfeld für Fernsehwerbung ergebe. «Das ist die strategische Ausrichtung, die wir umsetzen und weiterentwickeln», sagte Stecher. Die AZ Medien und Bossert seien gemeinsam zum Schluss gekommen, das Arbeitsverhältnis zu beenden.