Nach dem definitiven Verlust der TV-Konzession von TeleBielingue sorgt die kurz vor Ostern bekannt gegebene Massenentlassung für Unmut bei den Arbeitnehmervertretern.
Im nun angelaufenen Konsultationsverfahren verlangt die Personaldelegation von der Unternehmensleitung «konkrete Informationen und Einsicht in den Zustand des Senders und des Mutterhauses Gassmann Media», schreibt Syndicom zum Stand der Dinge.
Die an der Personalversammlung vom Gründonnerstag gebildete Delegation verlangte eine Fristerstreckung auf Ende April. Diese hat die Unternehmensleitung nun mit einer Verlängerung auf den 22. April beantwortet.
Ein Konsultationsverfahren von nur zwei Wochen werde der Tragweite dieser Massenentlassung nicht gerecht, sagte Stephanie Vonarburg, Leiterin Sektor Medien bei Syndicom. «Die Belegschaft braucht Zeit, um Alternativen zu prüfen und ihre berechtigten Anliegen seriös einzubringen.»
Seit dem Konzessions-Entscheid Anfang 2024 und dem daran anschliessenden Rechtsstreit mit der neuen Konkurrentin Canal B herrschte zwei Jahre lang Unsicherheit über die Zukunft von TeleBielingue und den Verlust der Konzession.
Nun werde von den Mitarbeitenden auch noch verlangt, «ihre Arbeit ohne jegliche Einschränkungen bis Juni 2026 weiterzuführen», so die Gewerkschaft weiter.



