Die Schweizer Tourismuswirtschaft wehrt sich gegen die Pläne des Bundesrats, bei der Landeswerbung zu sparen. Um das Wachstum zu fördern, müsse das Marketing im Gegenteil ausgebaut werden, hiess es am Tag der Tourismuswirtschaft am Dienstag in Bern. Das vom Bundesrat vergangene Woche beschlossene Vierjahresbudget von 186 Mio. Franken für Schweiz Tourismus (ST) komme einer Kürzung gleich, sagte ST-Direktor Jürg Schmid. Weil die Landeswerbung viel in Ländern wie China investiere, wo die Inflation hoch sei, brauche ST im Minimum 195 Mio. Franken, um sein Niveau aufrechtzuerhalten.
Die Organisation will sich aber dafür einsetzen, dass das Parlament ihr Budget noch weiter erhöht - auf 207 Mio. Franken für die Jahre 2008 bis 2011. Die Logiernächte- und Gästezahlen in der laufenden Finanzierungsperiode seien stark angestiegen, sagte Schmid. Das zeige, dass Investitionen in Schweiz Tourismus das Wachstum förderten. Die Tourismuswirtschaft untermauert ihren Nutzen mit Zahlen: Mit den momentan vom Bund eingesetzten 46 Mio. Franken pro Jahr löse ST einen direkten Umsatz von 2,26 Mrd. Franken aus. Dies bringe dem Bund, den Kantonen und den Gemeinden 318 Mio. Franken an Steuern und Abgaben zurück.
Mittwoch
07.03.2007