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Mittwoch
25.02.2026

TV / Radio

Meinungsumschwung bei den FDP-Sympathisierenden. «In der ersten Welle hatte die Halbierungsinitiative neben der SVP-Basis auch bei den FDP-Anhängerinnen und -Anhängern noch eine Mehrheit gefunden...»  (Bild: SRG/zVg)

Meinungsumschwung bei den FDP-Sympathisierenden. «In der ersten Welle hatte die Halbierungsinitiative neben der SVP-Basis auch bei den FDP-Anhängerinnen und -Anhängern noch eine Mehrheit gefunden...» (Bild: SRG/zVg)

Zwei Wochen vor den eidgenössischen Abstimmungen vom 8. März 2026 zeichnet sich bei der SRG-Initiative «200 Franken sind genug!», auch «Halbierungsinitiative» genannt, ein Nein ab.

Dies geht aus der zweiten titelübergreifenden Umfrage von «20 Minuten» und «Tamedia» (TX Group) hervor, die auf deren Newsportalen durchgeführt wurde.

Insgesamt nahmen 14’570 Personen aus der ganzen Schweiz an der Online-Erhebung teil, der Fehlerbereich liege bei 1,4 Prozentpunkten.

Die Initiative erreicht gemäss Umfrage aktuell nur noch 42 Prozent Ja-Stimmen, während sich 57 Prozent dagegen aussprechen.

Damit hat die Vorlage seit der ersten Befragungswelle nochmals deutlich an Boden verloren: «Das sind 8 Prozentpunkte weniger als in der ersten Welle», heisst es in der entsprechenden Medienmitteilung. Eine Mehrheit findet die Initiative nur noch bei SVP-Wählern – dort allerdings sehr klar. «Die Halbierungsinitiative wird nur von den Anhängerinnen und Anhängern der SVP mehrheitlich unterstützt – dort allerdings sehr deutlich mit 80 Prozent Ja», schreibt Tamedia am Mittwochmorgen dazu.

In allen anderen politischen Lagern ist die Ablehnung ausgeprägt. Besonders hoch fällt der Nein-Anteil bei linken und grünen Parteien aus. So erreichen die Ja-Anteile bei SP, Grünen und GLP lediglich jeweils 16 Prozent beziehungsweise 17 Prozent.

Auffällig ist zudem der Meinungsumschwung bei den FDP-Sympathisierenden. Dazu heisst es: «In der ersten Welle hatte die Halbierungsinitiative neben der SVP-Basis auch bei den FDP-Anhängerinnen und -Anhängern noch eine Mehrheit gefunden.»

Auch regional und sozial bleibt die Initiative offenbar chancenlos. «In allen Sprachregionen überwiegt das Nein, am deutlichsten in der Romandie (60 Prozent Nein).»

Weder in städtischen noch in ländlichen Gebieten noch in irgendeiner Einkommensklasse erreicht die Vorlage eine Zustimmung.

Inhaltlich prallen zwei Grundhaltungen aufeinander. Die Befürworter argumentieren, die Initiative zwinge die SRG, «sich wieder auf ihren Kernauftrag zu konzentrieren», und verweisen auf die europaweit hohe Medienabgabe.

Die Gegnerschaft hält dagegen, «dass unsere Demokratie angesichts der Zunahme von Fake News einen Anbieter brauche, auf dessen Glaubwürdigkeit die Gesellschaft vertrauen könne», wie es zur Umfrage abschliessend heisst.