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Dienstag
27.03.2007

Der Zürcher Medienkonzern Tamedia hat dank eines deutlich gewachsenen Zeitungsgeschäfts und tieferen Abschreibungen im Jahr 2006 mehr verdient. Der Gewinn kletterte um 23,4 Prozent auf 98,4 Mio. Franken. Das Betriebsergebnis (Ebit) verbesserte sich um 17,8 Prozent auf 112,2 Mio. Franken. Erstmals konnten sämtliche Bereiche auf Ebit-Stufe schwarze Zahlen ausweisen, wie Tamedia am Dienstag mitteilte.

Der Umsatz weitete sich um 11,3 Prozent auf 723,6 Mio. Franken aus. Dazu trugen vor allem das Wachstum bei den Stellenanzeigen und bei der Gratiszeitung «20 Minuten», die Integration der «Thurgauer Zeitung» sowie die erstmalige Vollkonsolidierung der Huber PrintPack bei. Der Geschäftsbereich Zeitungen steigerte den Umsatz um 10,4 Prozent auf 492,0 Mio. Franken. Die neu gestartete Westschweizer Pendlerzeitung «20 Minutes» habe ebenfalls signifikant zum Wachstum beigetragen, während die vier neuen Regionalausgaben des «Tages-Anzeigers» aufgrund ihrer Lancierung im November erst einen geringen Einfluss auf den Umsatz hatten.

Die Abschreibungen fielen deutlich tiefer aus. Im Vorjahr hatte Tamedia bei Radio Basilisk und dem Büry Verlag noch 7,3 Mio. Franken Goodwill abschreiben müssen. Die Dividende will Tamedia von 2,50 auf drei Franken erhöhen. Für das laufende Jahr macht Tamedia keine konkreten Prognosen. Es sei von nur leicht steigenden Ausgaben für kommerzielle Anzeigen auszugehen. Durch die fortschreitende Erholung am Arbeitsmarkt dürfte das Wachstum der Stellenanzeigen weitergehen, die Zunahme bleibe aber gegenüber früheren Konjunkturzyklen unterdurchschnittlich.

Weiterhin positiv dürfte sich die Online-Werbung entwickeln, schreibt Tamedia. Im Vordergrund stehe für den Konzern die nachhaltige Verbesserung im Wochenzeitungsmarkt und dabei insbesondere der Zeitschrift «Facts», die Regionalisierung des «Tages-Anzeigers» sowie die Umsetzung der Zeitungskooperation Nordostschweiz.