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Montag
27.12.2004

Der Zürcher Verlag Tamedia («Tages-Anzeiger», «20 Minuten», «Facts», Radio 24, «Sonntags-Zeitung» usw.) hat nach mehreren Verhandlungsrunden mit der Betriebskommission (Beko) eine individuelle Lohnerhöhung von 0,8% der Lohnsumme beschlossen. Diese gelte ab April 2005 für sämtliche Bereiche der Tamedia inklusive «Tagblatt der Stadt Zürich», war im Tamedia-Intranet «Tacos» zu erfahren. «Individuell» heisst in diesem Zusammenhang, dass die Lohnerhöhungen den Vorgesetzten zur individuellen Vergabe zur Verfügung stehen. Hintergrund der erfreulichen Mitteilung seien «verbesserte Ergebnisse» für das Jahr 2004, weshalb «wieder eine Gewinnbeteiligung» ausgeschüttet werden könne.

Wörtlich heisst es in der von CEO Martin Kall und Beko-Präsident Arthur Surenmann unterzeichneten Mitteilung, die Mitarbeitenden «profitieren aufgrund einer veränderten Vorschrift in der Rechnungslegung ab dem Geschäftsjahr 2005 von einem deutlich positiven Effekt auf das Gewinnbeteiligungsprogramm». Die Abschreibungspraxis auf den Goodwill werde verändert, was den Jahresgewinn der Tamedia «um einen substanziellen Millionenbetrag» erhöhe. Wegen des Gewinnbeteiligungsprogramms steige so die Gesamtlohnsumme um etwa 0,5%, «ohne dass die eigentliche betriebliche Leistung besser sein muss». Dieser jährlich wiederkehrende Effekt wirke sich künftg «immer dann aus, wenn die Ergebnisse die im Gewinnbeteiligungsprogramm definierte Untergrenze überschreitet».

Schliesslich heisst es in der Mitteilung, auch für die Angestellten von Belcom, TeleZüri, Radio 24 und Radio Basilisk stehe eine um 1% erhöhte Lohnsumme für individuelle Lohnerhöhungen zur Verfügung, obschon diese nicht zum Gewinnbeteiligungsprogramm gehören. Diese Lohnerhöhungen hat die Tamedia-Unternehmensleitung beschlossen.