Ausgerechnet während der Fussball-Weltmeisterschaft wird Gastgeberland Südafrika derzeit von einer Internetpanne heimgesucht. Wie Spiegel-Online am Dienstag berichtete, sind von Ost- und Südafrika aus momentan viele internationale Onlinedienste wie Facebook und Google nicht zu erreichen. Auch E-Mails können vielerorts nicht abgerufen werden.
Verantwortlich für die Panne sei ein Schaden an einem Tiefseekabel zwischen Mumbai in Indien und Mumbasa in Kenia, schrieb Seekabelbetreiberin Seacom auf ihrer Website. Durch den Defekt an einem Repeater vor der Küste Kenias seien sowohl die Verbindungen nach Indien wie diejenigen nach Europa beeinträchtigt, hiess es dort. Der innerafrikanische Netzverkehr sei nicht betroffen.
Wie lange die Reparaturarbeiten dauern werden, kann laut Seacom nur ungenau abgeschätzt werden, da externe Faktoren wie die Fahrzeit des Schiffs, das Wetter und die Zeit, bis das Kabel lokalisiert und geborgen werden kann, die Operation in die Länge ziehen könnten. Insgesamt rechnet Seacom mit sechs bis acht Tagen für die Reparatur. Bis dahin müssen Nutzer auf Proxyserver oder teure drahtlose Internetverbindungen umsteigen - kein Problem für die ausländischen Sportjournalisten, die zurzeit in Südafrika weilen, für viele Afrikaner aber vermutlich kaum erschwinglich.
Dienstag
06.07.2010




