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Dienstag
24.04.2007

SRG-Ombudsmann Achille Casanova hat einen Beitrag der Fernsehsendung «Rundschau» über Auswüchse in der Schützenszene kritisiert und Beanstandungen von Schützen als begründet bezeichnet. Der Beitrag sei wichtig gewesen, aber teilweise auch zu undifferenziert. Sechs Schiesssport- und Schützenorganisationen sowie eine Privatperson hatten bei Casanova gegen den Beitrag vom 28. Februar protestiert, wie Casanova in der neuesten Ausgabe von «Link», dem Magazin des Publikumsrats und der Mitgliedgesellschaften der deutschschweizerischen Radio- und Fernsehgesellschaft, schreibt.

Der Bericht «Feuer frei: Scharf schiessen als Hobby. Das verborgene Reich der Schützen» sei tendenziös und diffamierend, hatten die Schützen moniert. Er gebe ein völlig falsches Bild der Schützenszene wieder. Im Bericht wurden etwa Combatschiessen, Beizenschiessen in Kellern mit reichlichem Bierkonsum oder Selbstverteidigungskurse in Gun Factorys thematisiert. In seiner Stellungnahme stellte sich Casanova teilweise hinter die «Rundschau»-Redaktoren. Es sei im Beitrag darum gegangen, zu zeigen, dass es neben der seriös organisierten Schützenvereine auch noch andere Aspekte der Schützenszene gebe. In der kontroversen Diskussion um die Revision des Waffengesetzes habe ein solcher Bericht seinen Platz. Hingegen sei im Bericht undifferenziert von 600 000 freien Schützen die Rede gewesen, bei denen es sich vorwiegend um Mitglieder von Vereinen handle, die mit den gezeigten Tätigkeiten nichts zu tun hätten.