Der Verwaltungsrat hat am Montag auch das Detailkonzept «Medienkonvergenz SRG.D» genehmigt. Die auf den 1. Januar 2011 zusammengeführte Firma wird neu unter dem Namen «Schweizer Radio und Fernsehen» (SRF) auftreten. Die Struktur wird mit sechs Programmabteilungen verstärkt auf die Inhalte ausgerichtet.
Einen grossen Stellenwert hat die neue Abteilung Programme mit den Programmleitungen Radio (DRS 1, DRS 3, DRS Musikwelle und DRS Virus), Fernsehen (SF 1, SF zwei, SF info) und Multimedia.
Für Radio und Fernsehen wird es zwei separate Chefredaktionen geben. «Im publizistischen Kernbereich ist eine Binnenkonkurrenz aus medienpolitischen Überlegungen erwünscht», erklärte Viktor Baumeler, Präsident des Regionalvorstandes SRG.D.
In den Bereichen Konsum, Gesundheit und IT/Neue Medien (neu: «Digital plus») wachsen die bisher getrennten Redaktionen jeweils an einem Standort unter einer Leitung zusammen. Die neuen trimedialen Redaktionen Konsum sowie Gesundheit gehören zur Chefredaktion TV und arbeiten am Standort Leutschenbach. Die Redaktion «Digital plus» gehört zur Chefredaktion Radio und arbeitet im Radiostudio Zürich.
Hauptstandort für die Kultur ist neu Basel, einzelne Arbeitsplätze verbleiben aus produktionstechnischen Gründen in Zürich. Die neue Kulturabteilung umfasst neben dem Programmbereich DRS 2 die vier Fachbereiche «Musik und Events», «Wissen und Gesellschaft», «Kultur aktuell und Hintergrund» sowie «Fiktion/Produktion». 20 Stellen von Radio und Fernsehen werden von Zürich nach Basel verlegt.
Die Sportredaktion des Radios, bisher ein Teil der Abteilung Information von SR DRS in Bern, wird in die deutlich grössere SF-Abteilung Sport integriert und zieht nach Zürich um. Dort entsteht 2012 ein gemeinsamer Newsroom.
Die Abteilung Unterhaltung des Schweizer Fernsehens bleibt weitgehend in ihrer bisherigen Form bestehen. Zur Unterhaltung gehört aber künftig die neue trimediale Kinderredaktion, die im Zürcher Radiostudio für Radio, TV und Internetportal Inhalte produzieren wird. Bereits ab Ende August 2010 stellt sie unter dem Titel «Zambo» täglich ein interaktives Angebot für 6- bis 13-Jährige her.
Die bestehenden Online-Inhalte von SF und SR DRS werden in den Bereichen Volkskultur/Volksmusik, Spiele, Reisen und Kochen/Lifestyle bis 2012 verknüpft.
Um SR DRS und SF per 1. Januar 2011 zur neuen Unternehmenseinheit SRF zusammenführen zu können, werden die bisher getrennten Supportabteilungen Kommunikation und Marketing sowie Finanzen und Controlling bereits zum 1. Oktober 2010 zusammengelegt, genauso wie die Bereiche Human Ressource und Ausbildung.
Von der Fusion nur am Rande betroffen ist die tv productioncenter zürich ag (tpc). Zwar ist vorgesehen, Produktion und IT im tpc zu vereinen. «Das tcp bleibt eine Tochtergesellschaft. Ob wir diesen Entscheid in ein paar Jahren überdenken, ist noch offen», erklärte Viktor Baumeler.
Rund 230 Mitarbeitenende von Schweizer Radio DRS, Schweizer Fernsehen sowie deren Tochtergesellschaft tv productioncenter zürich ag (tpc) arbeiten in den vergangenen Monaten unter der Co-Projektleitung von Hansruedi Schoch und Rudolf Matter an der Detailausgestaltung des Konzeptes mit.
Montag
21.06.2010




