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Mittwoch
04.02.2004

SMS sind zu teuer: Nun reicht die Stiftung für Konsumentenschutz (SKS) bei der Wettbewerbskommission (Weko) eine Beschwerde wegen der SMS-Preise ein. Sie kritisiert, dass die drei Schweizer Netzbetreiber Swisscom, Orange und Sunrise die Preise zu hoch halten. Ein eigentlicher Wettbewerb finde bei den SMS nicht statt, sagte SKS-Geschäftsführerin Jacqueline Bachmann am Dienstagabend gegenüber dem Konsumentenmagazin «Kassensturz» von SF DRS. In Dänemark, wo der Markt vollständig liberalisiert sei, könnten SMS für 7 bis 10 Rappen verschickt werden. In der Schweiz hingegen bewegen sich die Preise pro SMS um die 20 Rappen. Gegenüber dem «Kassensturz» begründeten die Sprecherinnen und Sprecher der drei Schweizer Netzbetreiber dies mit den Investitionen ins Netz und damit, dass die gesamten Unternehmenskosten bei den SMS-Preisen einberechnet werden müssten.

SMS sind in der Schweiz ein florierender Markt: Rund 78% der Bevölkerung besitzen ein Handy und verschickten damit im Jahr 2002 ganze 3,03 Milliarden SMS. Allein auf dem Netz der Swisscom als grösstem Betreiber werden jeden Tag 7 Millionen Kurznachrichten verschickt. Gemäss dem Bundesamt für Kommunikation (Bakom) ist die Zahl der versendeten SMS in den letzten zwei Jahren aber leicht zurückgegangen. Das Bakom führt dies einerseits darauf zurück, dass SMS teurer geworden sind. Auch seien bestimmte SMS-Pauschalangebote nicht mehr gratis erhältlich.