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Montag
02.04.2007

Das Schweizer Staatssekretariat für Wirtschaft (Seco) hat eine neue Broschüre «Vorsicht vor Internetschwindlereien» veröffentlicht und gibt darin praktische Tipps, die die Amtsstelle am Montag mitteilte. Als teure Fallen hat das Seco laut dieser Publikation vor allem folgende Themen ausgemacht: Lebensprognose, Lebenserwartung, IQ-Test, Alkohol-Probleme, SMS-Gratisversand, Gewinnspiele, Songtexte, Hausaufgabenhilfe, Bastelhilfe, Sternzeichen, richtiges Flirten, Filmstar, Witze, Kunst, p2p-Download-Angebote.

Im Gegensatz zu den seriösen Gratisangeboten müsse sich der User hier immer mit Name, Adresse und Email anmelden, auch wenn es nur darum geht, das Angebot zu testen. Im Kleingedruckten oder in den allgemeinen Geschäftsbedingungen verstecken sich die Vertragsklauseln. «Deshalb: Immer zuerst das Kleingedruckte lesen!», empfiehlt das Seco. Mit einem Mausklick werde ahnungslos ein langfristiger und teurer Abonnementsvertrag abgeschlossen. Die Rechnung folge postwendend. «Die Internetschwindler üben enormen Druck aus, um das Geld einzutreiben: mit endlosen Emails, via Inkassobüros oder Rechtsanwälte», heisst es in der Mitteilung.

«Wer in die Falle getappt ist, sollte die Rechnung nicht bezahlen, sondern dem Anbieter sofort nach Entdeckung des Irrtums mit einem eingeschriebenen Brief erklären, die Website sei täuschend und der Vertrag werde deshalb angefochten», rät das Staatssekretariat. Dies habe die Ungültigkeit des Vertrags zur Folge.