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Samstag
15.01.2005

Die Inserate in der Schweizer Presse sind 2004 um 4,9% gesunken. Die Zahl der Beilagen nahm hingegen um mehr als ein Viertel zu. Dies deutet die Wemf AG für Werbemedienforschung als eine gewisse Verlagerung von Anzeigen hin zu Inseratebeilagen. Der Rückgang der Inserateseiten bei der Tages-, Wochen- und Sonntagspresse sei zum Teil auch darauf zurückzuführen, dass die Tageszeitung «Der Bund» seit Anfang 2004 mit der «Berner Zeitung» kooperiere und daher für diesen Titel keine separaten Anzeigenseiten mehr ausgewiesen worden seien, schreibt die Wemf weiter.

Das Inseratevolumen der Finanz- und Wirtschaftspresse lag nur unwesentlich unter dem Vorjahresniveau (-0,3%). Bei der Publikumspresse ergab sich ein Rückgang um 3,3%, bei der Fachpresse wurde eine leichte Zunahme (+0,6%) festgestellt. Der negative Trend flachte vom 1. zum 3. Quartal langsam ab. Verschiedene Kategorien wie beispielsweise die Finanz- und Wirtschaftspresse, die Spezialpresse und die Fachpresse wiesen im 3. Quartal gar Zuwachsraten auf. Im 4. Quartal waren jedoch wieder rückläufige Tendenzen feststellbar. Dies war primär auf den schwachen Oktober 2004 zurückzuführen.

Im Monat Dezember nahm das Inseratevolumen in der Tagespresse im Vergleich zum Vorjahr um 0,4% ab. Während die kommerziellen Anzeigen um 4,4% zurückgingen, erhöhten sich die Stellenanzeigen um 15,3%. Die regionale Wochenpresse (+4,3%) und die Sonntagspresse (+12,3%) konnten zulegen. Bei der Finanz- und Wirtschaftspresse blieb das Inseratevolumen unverändert, bei der Publikumspresse stieg es um 14,5%. Auch Spezial- (+31,9%) und Fachpresse (+6,3%) wiesen im Dezember positive Tendenzen auf.