Der Schriftsteller Manfred Züfle ist in der Nacht zum Freitag im Alter von 70 Jahren gestorben. Der im zugerischen Baar geborene und in Zürich wohnhafte Züfle schrieb zahlreiche Romane, Erzählungen, Gedichtbände und Theaterstücke. Nach Studien in Zürich, Tübingen, Nottingham, London und Aix-en-Provence unterrichtete er Deutsch und Philosophie an verschiedenen Zürcher Mittelschulen. Ab 1982 arbeitete er im Wesentlichen als freier Schriftsteller und Publizist. Er war Mitglied der Schweizer Autorinnen und Autoren Gruppe Olten, die er von 1991 bis 1995 auch präsidierte.
Der politisch interessierte Züfle produzierte zudem während über sechs Jahren zahlreiche Radio-Satiren für das Politmagazin «Der Faktenordner» bei Radio DRS. In der schweizerischen Politik engagierte er sich vor allem in der Armeekritik (GSoA) und in der Asyl- und Migrationspolitik. Parteimässig sei er zwar nicht mehr gebunden, habe sich aber immer als «Linker» verstanden, schrieb er auf seiner Homepage http://www.zuefle.ch. Auf der Homepage von «Neue Wege - Zeitschrift des Religiösen Sozialismus» schrieb er ausserdem über sich selber: «Manfred Züfle ist ein von Christlichem geprägter Freudo-Marxist.»
Der Schriftsteller starb in einem Zürcher Spital an akutem Leberversagen, ausgelöst durch eine Gelbsucht, wie sein Verlag Edition8 am Samstag gegenüber der Nachrichtenagentur SDA sagte. Er sei in den letzten Jahren immer wieder krank gewesen. So besiegte er eine Krebserkrankung und überstand einen leichten Schlaganfall.
Samstag
31.03.2007