Die medizinischen Fachzeitschriften sind für Schweizer Ärztinnen und Ärzte die wichtigste Informationsquelle für ihre Berufstätigkeit. Die redaktionelle Qualität und Unabhängigkeit der medizinischen Fachpresse sind für die Ärzte von grosser Bedeutung. Dies zeigt eine am Dienstag veröffentlichte Studie, die im Auftrag der Verlage EMH Schweizerischer Ärzteverlag AG und Groupe Médecine et Hygiène durchgeführt worden ist. Die wichtigste Informationsquelle für die Berufstätigkeit von Schweizer Ärztinnen und Ärzte sind demnach medizinische Fachzeitschriften. Sie erreichen einen Mittelwert von 4,3 auf einer 5er-Skala von «1» für «überhaupt nicht wichtig» bis «5» für «sehr wichtig».
Die wichtigsten Kriterien für die Beurteilung der medizinischen Fachpresse sind für Ärztinnen und Ärzte die redaktionelle Qualität und die redaktionelle Unabhängigkeit (4,2 bzw. 4,5). Diesen Ansprüchen werden die medizinischen Zeitschriften jedoch nicht immer gerecht, denn die Ärztinnen und Ärzte schätzen die effektive Qualität und Unabhängigkeit der Zeitschriften als weniger hoch ein (3,7 bzw. 3,5), als sie es von einer Fachzeitschrift erwarten. Die Beurteilungen variieren dabei stark zwischen den einzelnen Zeitschriften (Qualität: zwischen 2,8 und 4,5 bzw. redaktionelle Unabhängigkeit: zwischen 1,8 und 4,3).




