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Sonntag
01.04.2007

Der Internationale Rugby-Board (IRB) hat sich mit seiner Absicht, die Zahl der Bilder im Internet am Weltcup in Frankreich drastisch zu beschränken, ins Abseits gestellt. Am Wochenende hat der Weltverlegerverband WAN einen Brief des ehemaligen Chefs der neuseeländischen Rugby Union veröffentlicht, der dem IRB vorwirft, die Pressfreiheit für einige Dollars verkaufen zu wollen und damit dem Sport ebenso zu schaden, wie dies durch Dopingsünder geschieht. Der offene Brief von David Rutherford ging an die IRB-Mitglieder, die am Rugby-Weltcup höchstens fünf Bilder pro Halbzeit und zwei für die Überzeit im Internet zulassen wollen. Dagegen haben die Bildagenturen AFP, AP, Reuters und Getty zusammen mit dem WAN protestiert. «Der WAN will ausschliesslich die Rechte seiner Mitglieder schützen, Nachrichten zu sammeln und verbreiten zu dürfen», heisst es in dem Schreiben. Wer dies zu behindern versuche, verletze die Pressefreiheit, die eines der fundamentalsten Menschenrechte sei.

Der Streit um die Rugby-Bildrechte erinnert an den - schliesslich gescheiterten - Versuch des Weltfussballverbandes Fifa, auf die Verwertung der Weltmeisterschaftsbilder im Sommer 2006 Einfluss zu nehmen. - Mehr dazu: Schon wieder internationaler Bilderstreit um Sportanlässe