Die Axel Springer AG (Berlin) und die Ringier AG (Zürich) schliessen sich zusammen: Die beiden Unternehmen gründen «eine gemeinsame Holding-Gesellschaft mit Sitz in Zürich», teilte der Axel Springer Verlag am späten Dienstagabend mit. An der neuen Gesellschaft sind beide Unternehmen zu je 50 Prozent beteiligt.
«Axel Springer bringt das Geschäft seiner Tochtergesellschaften in Polen, Tschechien und Ungarn in das Gemeinschaftsunternehmen ein, Ringier das Geschäft in Serbien, der Slowakei, Tschechien und Ungarn», heisst es in der Mitteilung. Das neue Medienunternehmen mit Sitz in Zürich werde 4800 Personen beschäftigen und mache einen Umsatz auf Pro-forma-Basis 2009 von umgerechnet 601 Millionen Franken; das Ebitda betrage 89 Millionen Franken. In der neuen Firma sind 100 Printtitel und über 70 Online-Angebote gebündelt.
Florian Fels (42), zurzeit CEO Central Europe der Ringier AG, wird das neue Unternehmen leiten. Der Verwaltungsrat unter dem Vorsitz von Ralph Büchi, Präsident Axel Springer International, setze sich paritätisch aus je zwei Vertretern der Ringier AG und der Axel Springer AG zusammen.
Mit seinem Portfolio werde die neue Firma «zum klaren Marktführer in der Gesamtregion bei den Boulevardzeitungen sowie zu einem der grössten Zeitschriftenanbieter», heisst es weiter. «Die Gesellschafter beabsichtigen zudem, das gemeinsame Unternehmen in drei bis fünf Jahren an die Börse zu bringen», heisst es weiter. Die Transaktion stehe unter dem Vorbehalt der Zustimmung durch die zuständigen Kartellbehörden.
Am 4. Januar 2010 hiess es auf Seiten von Ringier noch: Ringier-CEO Unger: «Ein Verkauf ist nicht geplant» und Florian Fels wird Leiter des neuen Konzernbereichs Ringier Central Europe
Dienstag
23.03.2010




