Auch die Initianten des Zürcher Radioprojekts RadioMax äussern ihr Bedauern über den Jugendradio-Entscheid des Uvek. «Statt ein Programm für breite Kreise der Jugendlichen zu konzessionieren, hat der Bundesrat ein Spartenradio bewilligt.» Vor allem, «weil RadioMax sehr breit abgestützt und solide finanziert war. Mit dem Programmkonzept Breite statt Sparte wären breite Kreise der Zürcher Jugendlichen im Alter von 15 bis 24 Jahren mit einem vielfältigen Programm bedient worden», schreibt RadioMax am Freitagabend. «Die geplante Zusammenarbeit von RadioMax mit zahlreichen Jugendorganisationen wurde vom Uvek offenbar weniger stark gewichtet als die geplante Zusammenarbeit von DJRadio mit der Zürcher Hochschule Winterthur, der das Bakom offensichtlich alles andere unterordnet.»
Schwer zu verstehen ist für die RadioMax-Macher auch die Tatsache, dass DJ-Radio für die Bereitschaft gelobt werde, auch inskünftig Jugendtrends ins Programm einfliessen zu lassen. «Dies hätte vermutlich für alle Gesuchsteller zugetroffen.» Man anerkenne auch das vom Bundesamt für Kommunikation «sehr stark hervorgehobene Kontrastpotenzial von DJ-Radio.» Nur, dieses Kontrastpotenzial laufe deutlich auf ein Spartenradio und nicht auf ein Jugendradio hinaus. Auch DJ-Radio habe sich im Konzessionsgesuch selbst als Spartensender bezeichnet. «Die Mehrheit der Jugendlichen geht daher leider leer aus», schliesst RadioMax.
Samstag
18.12.2004