Der Sportartikler Puma hat sich dem Druck der international renommierten Schimpansenforscherin Jane Goodall und 30 Tierschutzorganisationen gebeugt und zieht seinen Werbesport mit einem Schimpansen in einer Windel zurück. Gleichzeitig verteidigte der Sportriese energisch den fraglichen Spot, der von der Amerikanischen Menschenfreundlichen Gesellschaft und dem New Yorker Büro der Peta freigegeben worden war, berichtet der Mediendienst Pressetext.de am Mittwoch.
«Schimpansen und andere Affen leiden furchtbar für die Unterhaltung der Gesellschaft», so Goodall. Es sei Zeit, den Missbrauch der Kreaturen zu überwinden. Schimpansen, die in der Werbung verwendet werden, würden schon sehr früh von der Mutter weggenommen und könnten nur bis zu einem gewissen Alter eingesetzt werden, weil sie zu stark werden für die Menschen, heisst es in der Meldung weiter. Dann verbrächten sie 40 Jahre in Gefangenschaft, weil es für sie in der Unterhaltungsbranche keine Verwendung mehr gebe.
Pumas Corporate-Communications-Chef, Ulf Santjer, betonte, der dreijährige Affe wäre äusserst sorgsam behandelt worden, sowohl während seiner Karriere in der Werbung als auch im Leben mit seinen menschlichen Eltern. «Seine Eltern adoptierten ihn, nachdem seine leibliche Mutter gestorben war, als er noch ein Baby war. Die American Humane Society war bei den Aufnahmen dabei. Der Trainer des Affen war ebenfalls die ganze Zeit anwesend, als wesentliches Mitglied des Teams.»
Mittwoch
22.12.2004