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Donnerstag
29.03.2007

Die ProSiebenSat.1 Media AG prüft die Übernahme der SBS Broadcasting Group. Beide Medienkonzerne gehören zu den Private-Equity-Firmen KKR und Permira, die ProSiebenSat.1 Media AG erst seit kurzem. Der Aufsichtsrat der ProSiebenSat.1 Media AG habe den Vorstand autorisiert, in den Prüfungsprozess einzusteigen und den potenziellen Erwerb der SBS Broadcasting Group zu evaluieren, teilte die ProSiebenSat.1 Media AG am Donnerstag mit. Die Entscheidung über die Transaktion werde nach einer umfassenden Buchprüfung (Due Diligence) sowie auf Grundlage einer Fairness Opinion durch die Investmentbank Citigroup und einer unabhängigen Unternehmensbewertung durch die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Susat voraussichtlich Mitte dieses Jahres getroffen, heisst es weiter.

«Eine Kombination mit der SBS Broadcasting Group wäre eine sehr attraktive Wachstumsmöglichkeit. Aus den beiden Gruppen einen führenden europäischen TV-Konzern zu schmieden, ist eine viel versprechende Perspektive für das Unternehmen», zitiert die Mitteilung Guillaume de Posch, Vorstandsvorsitzender der ProSiebenSat.1 Media AG. «Wir werden den Prüfungsprozess jetzt im Interesse der Gesellschaft und aller ihrer Aktionäre zügig angehen.»

Die ProSiebenSat.1 Media AG ist das grösste kommerzielle TV-Unternehmen in Deutschland. Hauptgesellschafter sind die Lavena Holding 4 GmbH mit 50,5 Prozent des Grundkapitals sowie die Axel Springer AG (12 Prozent des Grundkapitals). Die Lavena Holding 4 GmbH wird von Fonds kontrolliert, die durch KKR beziehungsweise Permira beraten werden. Die restlichen 37,5 Prozent befinden sich im Streubesitz. Hauptgesellschafter der SBS Broadcasting Group sind ebenfalls Fonds, die von KKR beziehungsweise Permira beraten werden.